Abgetrennt aus: Die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens

Der Ort für Themen, die woanders keinen Platz finden.
Beiträge erhöhen deine Beitragszahl nicht.
Archy
Bestätigtes Mitglied
Beiträge: 807
Registriert: Sonntag 23. August 2020, 17:29
Gender:

Abgetrennt aus: Die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens

Beitrag von Archy »

Immersion hat geschrieben: Montag 12. Januar 2026, 23:04 Wie Du willst. Du schaffst es nicht, ohne Zuschreibung von Weltbildern zu diskutieren und abzuwerten, wenn Du in Erklärungsnot kommst. Und das kommst Du - da ist mir einfach zu viel populistisches Halbwissen mit Absolutheitsanspruch drin.
In Ordnung, fühle Dich überlegen.
Du bist mir zu laut.
Ich bin zwar nicht gemeint, mir könnte es daher egal sein...wer mich aber kennt weiß, dass ich meine Schnauze nicht halten kann. Ich sage meine Meinung und hinterfrage Dinge. Ohne Beigabe von Zuckerperlen...

Was also bitte ist denn das für eine Aussage: "Du bist mir zu laut."?! Machst du das immer so mit Menschen, die dir unbequem sind?

Meiner Meinung nach trifft das sehr gut den Ton unserer heutigen Gesellschaft! Wer mit Meinung und Art des anderen nicht klar kommt, stempelt ihn ab und macht ihn symbolisch gesprochen zum Feindbild. Und anschließend schön bei Seite schieben.

Genau deswegen habe ich keinen Bock mehr auf Foren und dergleichen, wo feste Themen besprochen werden. Sobald du anders denkst und handelst und dass auch noch offen, bist du der Depp des Boards und somit der Außenseiter.

War hier viele Jahre in Bezug auf Phönix ja nicht anders!
Benutzeravatar
Immersion
Bestätigtes Mitglied
Beiträge: 101
Registriert: Donnerstag 18. Dezember 2025, 16:40
Wohnort: Rheinland
Gender:
Alter: 48

Re: Die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens

Beitrag von Immersion »

@Archy
Wer mit Meinung und Art des anderen nicht klar kommt, stempelt ihn ab und macht ihn symbolisch gesprochen zum Feindbild.
Genau. Und weil er das für legitim hält, ziehe ich da eine Grenze.
Schau Dir noch mal ganz genau an, wer da die Sachebene verlässt und mit Polemik und Feindbilder anfängt.
Es ist schon wieder kein sachlicher Austausch mehr, er wird persönlich.
Wie soll das denn weiter gehen?
Soll ich auf seine polemische und aggressive Art einsteigen? Dann eskaliert es total.
Soll ich weiter ruhig und sachlich bleiben, während er einseitig weiter eskaliert? Du kannst doch deutlich sehen, wie er sich da steigert.

Wenn in einer Diskussion einer mit Diffamierungen, Reframing und Unterstellungen anfängt, ist das ein Point of no return.
Er verliert die Beherrschung, damit ist ein konstruktiver Austausch beendet und ich breche es ab.

Den Kontrahenten in einer Diskussion persönlich anzugreifen ist keine unbequeme Meinung.
abdurrazzaq
Bestätigtes Mitglied
Beiträge: 882
Registriert: Donnerstag 24. Mai 2018, 21:31
Wohnort: Bardowick bei Lüneburg
Gender:
Alter: 67

Re: Die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens

Beitrag von abdurrazzaq »

Wenn es noch das Dunkle Leben gäbe und der böse Asmodeus das Zepter in der Hand hätte, so wären schon so einige hier aus dem Forum rausgekegelt worden, ohne wenn und aber. Asmodeus hätte sich solche Wortgefechte dieser Art nicht lange bieten lassen.
Gärtner sterben nie, sie beissen nur ins Gras.
Benutzeravatar
Immersion
Bestätigtes Mitglied
Beiträge: 101
Registriert: Donnerstag 18. Dezember 2025, 16:40
Wohnort: Rheinland
Gender:
Alter: 48

Re: Die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens

Beitrag von Immersion »

Ein Grund mehr, es rechtzeitig von selbst abzubrechen.
Vielleicht wäre es schon beim ersten Anzeichen besser gewesen.
Benutzeravatar
Evanahhan
Bestätigtes Mitglied
Beiträge: 767
Registriert: Donnerstag 24. Mai 2018, 07:09
Wohnort: Dresden
Gender:
Alter: 43

Re: Die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens

Beitrag von Evanahhan »

Ich fand die Diskussion eigentlich interessant. Ja, hitzig, aber gehaltvoll. Nur eben von unterschiedlichen Standpunkten aus. Und genau deswegen fand ich sie horizonterweiternd. Wenn sich alle gegenseitig bestätigen und auf die Schultern klopfen, ist der Erkenntnisgewinn auch nicht wirklich hoch. Da sind mir gegensätzliche Positionen schon mal interessanter.
Aber für die Diskutanten ist das natürlich anstrengend, das ist mir aus eigener Erfahrung klar. Vermutlich hat diese Erschöpfung dann zu Resignation und unsachlichen persönlichen Argumenten auf beiden Seiten geführt.
Tatsächlich fand ich es schade, dass Graphiel dann nicht mehr „gegen ein Weltbild“ aus dem „neoliberalen Lehrbuch“ argumentieren wollte, was für mich genauso unsachlich ist wie „zu laut“. Wenn man Lücken in der Argumentation aufzeigen kann, wäre das für Menschen wie mich mit geringerem Wissensstand erhellend.
Das Thema ist auch einfach unglaublich komplex und die Perspektiven so vielseitig, dass man dem in einer solchen Diskussion eh nicht vollständig gerecht werden kann. Insofern ist es schon sehr schwer zu diskutieren und irgendwo auch mal zu einem Punkt zu kommen.

Also ich finde, es sind schon andere Diskussionen schlimmer eskaliert als diese hier. ;)
„Worte können sein wie winzige Arsendosen: Sie werden unbemerkt verschluckt, sie scheinen keine Wirkung zu tun, und nach einiger Zeit ist die Giftwirkung doch da.“
Victor Klemperer, LTI
Archy
Bestätigtes Mitglied
Beiträge: 807
Registriert: Sonntag 23. August 2020, 17:29
Gender:

Re: Die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens

Beitrag von Archy »

@Immersion

Ich muss @Evanahhan da zustimmen! Du nimmst dir genauso nicht viel! Wo genau Graphiel dir gegenüber persönlich worde, ist mir schleierhaft. 🤷🏼‍♀️
Ehrlich gesagt hab ich ihn sogar als jemanden kennengelernt, der eher zurückrudert statt nach Vorne zu breschen. 🤷🏼‍♀️
Du kommst mir hingegen eher vor als wölltest du deine Argumentation auf Biegen und Brechen an den Mann bringen.

@abdurrazzaq
Wenn das DL wäre und der Asmo was zu sagen hätte, dann würde es hier nur noch 2 User statt 6 geben. Na da würde ein Forum erst Recht Sinn machen! 😂
Benutzeravatar
Immersion
Bestätigtes Mitglied
Beiträge: 101
Registriert: Donnerstag 18. Dezember 2025, 16:40
Wohnort: Rheinland
Gender:
Alter: 48

Re: Die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens

Beitrag von Immersion »

Evanahhan hat geschrieben: Freitag 16. Januar 2026, 14:34 Ich fand die Diskussion eigentlich interessant. Ja, hitzig, aber gehaltvoll. Nur eben von unterschiedlichen Standpunkten aus. Und genau deswegen fand ich sie horizonterweiternd. Wenn sich alle gegenseitig bestätigen und auf die Schultern klopfen, ist der Erkenntnisgewinn auch nicht wirklich hoch. Da sind mir gegensätzliche Positionen schon mal interessanter.
Eben. Sparring kann ich viel abgewinnen - solange der Respekt vor dem anderen bleibt.
Den habe ich nicht mehr gesehen.
Vermutlich hat diese Erschöpfung dann zu Resignation und unsachlichen persönlichen Argumenten auf beiden Seiten geführt. Tatsächlich fand ich es schade, dass Graphiel dann nicht mehr „gegen ein Weltbild“ aus dem „neoliberalen Lehrbuch“ argumentieren wollte, was für mich genauso unsachlich ist wie „zu laut“.
Ernst gemeinte Frage: wo habe ich unsachlich argumentiert?
„Zu laut“ bezieht sich nicht auf seine Argumente, sondern den unsachlichen Stil - und ich denke, ich habe durchaus das Recht, eine Grenze zu ziehen. Welche Alternativen siehst Du da?
Auf der Sachebene diskutiere ich gerne weiter - aber bei Feindbildprojektionen bin ich raus.

Im Übrigen sind es keineswegs Argumente aus dem Neoliberalen Lehrbuch. Es sind keine aus SEINEM Lehrbuch, das räume ich ein. Aber das macht alles andere nicht automatisch neoliberal. Siehst Du, worauf das hinaus läuft? „Wer nicht genau so denkt wie ich, ist ein…“. Damit habe ich allerdings ein erhebliches Problem.
Tatsache ist, dass sich im neoliberalen Lager viele Juristen und solche mit meinem eigenen Hintergrund tummeln und aufgrund ihrer Ausbildung auf entsprechendes Fachwissen zurückgreifen.
Das kontaminiert diese Ausbildung aber nicht.

Sich außerhalb der Grenzen einer speziellen Wirtschaftstheorie zu bewegen bedeutet nicht, deshalb genau der diametral entgegengesetzten zu folgen.

Marxismus und Neoliberalismus sind nicht die einzigen Denkschulen der Wirtschaftstheorie. Und man muss sich selbst nicht einmal überhaupt einer davon anschließen. Jede hat ihre Grenzen.
Und genau deshalb verorten ich mich in keiner davon - weil jede davon
Also ich finde, es sind schon andere Diskussionen schlimmer eskaliert als diese hier. ;)
Deshalb auch der Abbruch.

@Archy
Indem er meine Argumente als kapitalistisch und neoliberal framed, assoziiert er mich selbst damit und versucht mich so in diese Ecke zu drängen. Die aggressive Polemik und den Sarkasmus kannst Du nicht übersehen haben.
Würde ich dieselben Stilmittel verwenden, bin ich absolut sicher, dass Du mich dafür kritisieren würdest.
Ich werde mich nun ganz bestimmt nicht auch noch dafür verteidigen, seinen Stil als unangemessen zu betrachten.
Wie gesagt: mit seiner Rhetorik können Diskussionen nur eskalieren.
Oder wie stellst Du Dir eine sachliche und konstruktive Fortsetzung vor?
Kannst Du mir aggressive Rhetorik vorwerfen?
Ja, Graphiel kann zurückrudern und Fehler eingestehen - sofern sie sich innerhalb seines Modells und Rahmens bewegen.
Ich kann Dir nun darlegen, wo sein Stil in schwarze Rhetorik (edit: das heißt wirklich so. Wortspiel nicht beabsichtigt, aber die Situationskomik hat was) abgleitet und sachliche Erwiderungen durch einen normativen Rahmen und Framing ins Leere laufen lässt. Wie würdest Du darauf reagieren?
Ich bin ziemlich sicher, dass ich dabei auf Abwehr und unbedingte Verteidigung stoßen würde. Dass eine Analyse herablassend und arrogant wirken würde - ganz egal, wie fundiert sie wäre.
Würdest Du etwas anderes als ein vollständiges Zurückrudern anerkennen? Das wäre nicht souverän und beliebig.
Jede Alternative muss wahlweise als Sturheit, Arroganz, Pseudointellektualität, Herablassung oder Infantilität aufgefasst werden.

Selbst diese Prognose führt zum selben Ergebnis.
Archy
Bestätigtes Mitglied
Beiträge: 807
Registriert: Sonntag 23. August 2020, 17:29
Gender:

Re: Die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens

Beitrag von Archy »

@Immersion
Warum du mit ihm nicht auf einen Nenner kamst wird mir immer klarer!
Meine Aussage, dass er eher zurückrudert, bezog sich auf deine, dass er dich persönlich angegriffen hätte. Auf nix anderes! Bitte meine Aussagen nicht verdrehen. Und ja! bevor er jemanden wirklich verbal angreift, zieht er eher zurück! 🤷🏼‍♀️

Es gibt eine ganz simple Logik, die auch jeder Psychologe vermittelt und die heißt, dass Person A nicht dafür verantwortlich ist, was bei Person B ankommt.
Wenn du dich verbal angegriffen gefühl hast, dann wäre deine Option immer noch gewesen, dies nach Außen zu kommunizieren. Soweit wie ich das erkennen konnte, hast du dies aber nicht. Wenn es dich so gestört hat, warum hast du dann nicht? Denk Mal drüber nach 😉
Benutzeravatar
Evanahhan
Bestätigtes Mitglied
Beiträge: 767
Registriert: Donnerstag 24. Mai 2018, 07:09
Wohnort: Dresden
Gender:
Alter: 43

Re: Die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens

Beitrag von Evanahhan »

Immersion hat geschrieben: Freitag 16. Januar 2026, 19:34 Ernst gemeinte Frage: wo habe ich unsachlich argumentiert?
Nun ja, ich denke das hat sich bei euch so ein bisschen hochgeschaukelt.
Eigentlich möchte ich keine einzelnen Sätze auf die Goldwaage legen, aber da du ernst fragst: Ein paar beispielhafte Bemerkungen deinerseits aus dem vorhergehenden Beitrag, die keine echten Argumente, sondern vor allem persönliche Ebene beinhalten bzw. für mich sehr von oben herab klingen (aber das mag natürlich jeder anders empfinden):
Ich vermute, das Bild, das ich mit diesem Abschnitt von Dir habe, ist ganz sicher GANZ anders als das, welches Du damit eigentlich vermitteln wolltest.
Wenn dieser unwürdige Anfall vorüber ist, lies gerne weiter.
Klingt oberflächlich defensiv, aber hinterlässt doch irgendwie ein blödes Gefühl von Abwertung. War einfach überflüssig.
Ich gehe davon aus, dass Du Dir Deines Fehlers bewusst bist, aber trotzdem am populären, bequem unvollständigen Bild festhältst, weil es Dir dienlich ist.
Persönliche Ebene mit Unterstellungen.
Deine komplette Argumentation läuft ins Leere. Komplett.
Einfach mal alles pauschal weggewischt…


Welche Aussagen Graphiel getriggert haben, müsste er selbst beantworten. Wie gesagt, seine Ideologie-Vorwürfe fand ich ebenfalls nicht gut. Damit zu „argumentieren“ bringt jede Diskussion zum Erliegen, weil man sich damit moralisch ins Recht setzt statt Aussagen argumentativ zu entkräften.
„Worte können sein wie winzige Arsendosen: Sie werden unbemerkt verschluckt, sie scheinen keine Wirkung zu tun, und nach einiger Zeit ist die Giftwirkung doch da.“
Victor Klemperer, LTI
Benutzeravatar
Immersion
Bestätigtes Mitglied
Beiträge: 101
Registriert: Donnerstag 18. Dezember 2025, 16:40
Wohnort: Rheinland
Gender:
Alter: 48

Re: Die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens

Beitrag von Immersion »

@Evanahhan
Danke.
In Ordnung, die Wirkung kann ich akzeptieren.
Dir ist aber bewusst, dass Du damit implizierst, das jeweils vorangegangene solle einfach großmütig übergangen werden?
Bei Dir hinterlässt es den Eindruck von Abwertung. Wie lange würdest Du sarkastische Herablassung hinnehmen?
Wie würdest Du reagieren, wenn ich mich so (und wie in der Fortführung) über Dich lustig mache?
Buhuhuhuuu, ich weine mit dir.
Ich habe mich entschieden, es zu benennen.

Aber ja, in dem Punkt, dass ich nicht absolut sachlich geblieben bin, hast Du mit den manchen Punkten recht - völlig schuldlos bin ich nicht.
Analytische Dekonstruktion rhetorischer Taktik wirkt bloßstellend und wird oft mit Unterstellungen verwechselt. Das ist das Risiko, das man eingeht, wenn man zu diesen Mitteln greift. Der Kaiser ist nackt.

es stellt sich die Frage, welche Reaktion auf Pöbelei überhaupt akzeptabel ist.
Großmütiges Übersehen? Das normalisiert sie.
Benennen? das wirkt herablassend.
Wohl kaum die gleiche Währung. Dann hat jegliches Argument keine Chance mehr

Ich danke Dir nochmals für das Heraussuchen und den Beitrag zur Entschärfung.

@Archy
Du meinst, ich hätte ruhig ebenso sarkastisch und abwertend formulieren können, da das Problem der Wirkung dann bei ihm liegt?
Lass das Wasser weg, um ein Feuer zu löschen - damit ruinierst Du den Fußboden. Nimm Kerosin.
Du meinst eine Kommunikation wie in der von Evanahhan zitierten Passage zum unwürdigen Ausbruch? Oder den Abschluss?

Mit der Psychologie betrittst Du ein riskantes Feld.
Kann ich Dich da nun vor den Minen warnen, ohne paternalistisch zu wirken? Das wird in einen Themenwechsel mit einer Wendung resultieren, der Dir nicht gefallen kann. Wenn Du darauf bestehst - dann sei es so.
Es wäre aber eher etwas für ein eigenes Thema …