Oh, komisch, @Graphiel , Deinen ersten Kommentar hatte ich vorhin gar nicht gesehen... Es scheint als würde ein vollgemülltes Handy ganz komisch funktionieren (habe gerade Cash&Cookies geleert und siehe da, Wunder geschehen...)
Auf jeden Fall danke für ausführliche Antworten!
Graphiel hat geschrieben: ↑Montag 22. Dezember 2025, 23:06
Ist es ja auch, aber das meinte @Black Alice vermutlich sogar. Der Begriff Gothic war im englischen Sprachgebrauch über weite Teile der Geschichte eine Grundstimmung. Horace Walpole verwendete bereits um 1764 rum den Begriff Gothic und und fügte ihn seinem Werk the "The Castle of Otranto - A Gothic Story". Das Wort ist eben ein Adjektiv, welches in etwa dem deutschen gotisch gleichkommt, womit aber nicht die Zeitepoche der Goten gemeint ist, sondern die wahrgenommene Stimmung die Anhänger der Romantik (so eben auch Walpole) mit den gotischen Bauwerken assoziierten.
Ich meinte etwas Anderes, und zwar, dass beide Begriffe sowohl als Bezeichnung für eine Person (Goth als Anhänger der Subkultur vs Gothic ≈ Darkly Inklined) als auch ein Adjektiv (z. B. in der Musik: GOTH Rock, aber GOTHIC Metal) verwendet werden könnten.
Übrigens, "The Castle of Otranto" ist ein ziemlich amüsantes bzw echt wildes Buch mMn.
Hinzugefügt nach 3 Minuten 55 Sekunden:
Immersion hat geschrieben: ↑Montag 22. Dezember 2025, 22:47
Augen zu. Als was siehst DU Dich?
...Ein komisches Wesen, das gerne ein Einmal-Ticket für die Zeitmaschine ergattern würde Und das sich regelmäßig Fragen wie Infekte einfängt und dann begeistert nach Antworten sucht
Zuletzt geändert von Luna Rabenherz am Mittwoch 24. Dezember 2025, 16:57, insgesamt 1-mal geändert.
Luna Rabenherz hat geschrieben: ↑Dienstag 23. Dezember 2025, 18:16
Ich meinte etwas Anderes, und zwar, dass beide Begriffe sowohl als Bezeichnung für eine Person (Goth als Anhänger der Subkultur vs Gothic ≈ Darkly Inklined) als auch ein Adjektiv (z. B. in der Musik: GOTH Rock, aber GOTHIC Metal) verwendet werden könnten.
Ich bin mir gerade nicht ganz sicher worauf du hinaus möchtest. Ich würde erstmal sagen, dass Gothic eben noch eine Spur weiter greift (wenn auch nur hauchdünn) und damit nicht ganz so spezifisch ist wie Goth. Etwas kann also durchaus gothic (im Sinne des Adjektives) sein, ist damit aber nicht automatisch Goth, da dies eben eine der Subkultur und ihrem musikalischen Umfeld von Post-Punk und diversen Wave-Spielarten vorbehaltene Beschreibung ist. Umgekehrt wird es dagegen schwieriger. Sich in der Goth Subkultur zu bewegen ohne dabei mit der gothic-Stimmung in Berührung zu kommen geht schlecht, da diese Grundstimmung eben das zentrale Kernelement ist. Du kannst also durchaus einen Gothic-Metal Song kreieren. Dann hast du eben einen Metalsong, der mit der Gothic-Stimmung arbeitet. Es bleibt aber ein Metalsong, selbst wenn du als Künstlerin zweifelsfrei als Goth identifiziert werden kannst.
Übrigens habe ich den Begriff "Darl inklined" bisher immer nur im Zusammenhang mit düsteren Ausdrucksformen gesehen, die für gewöhnlich aber schon nicht mehr viel mit der gothic-Stimmung zu tun hat. Dark Inklined kommt da also eher dem modernen Horror näher als seiner Vorgängerin, der subtileren gothic-Stimmung. Wobei ich zugebe, dass die Übergänge da durchaus fließend sein können.
Übrigens, "The Castle of Otranto" ist ein ziemlich amüsantes bzw echt wildes Buch mMn.
Passend zu seinem Autor, würde ich sagen
"Sowas kann doch nur Leuten einfallen, die in Assoziationsspielchen neben Hund, Katze und Maus auf "Hmm.... Schwingschleifer!" kommen, oder?" - Barlow
Graphiel hat geschrieben: ↑Mittwoch 24. Dezember 2025, 02:04
Übrigens habe ich den Begriff "Darl inklined" bisher immer nur im Zusammenhang mit düsteren Ausdrucksformen gesehen, die für gewöhnlich aber schon nicht mehr viel mit der gothic-Stimmung zu tun hat. Dark Inklined kommt da also eher dem modernen Horror näher als seiner Vorgängerin, der subtileren gothic-Stimmung. Wobei ich zugebe, dass die Übergänge da durchaus fließend sein können.
Mir ist der Begriff "darkly inclined" schon öfter in englischsprachigen Medien (überwiegend aus den USA) auch als Personenbeshreibung begegnet. Und zwar für all diejenigen, die mit dem Goth Rock und Post Punk nichts anfangen können, aber sehr die ganze "düstere Atmosphäre" lieben, sei es E.A.Poes und S. Kings Bücher, der alte Friedhof um die Ecke oder eben alle möglichen Horrorfilme, die man finden kann. Und sich dunkel stylen können diese Personen auch gerne. Hören aber HIM, Nightwish, Slipknot, MM - was auch immer, nur halt keine "Goth" Musik.
Luna Rabenherz hat geschrieben: ↑Mittwoch 24. Dezember 2025, 17:13
Mir ist der Begriff "darkly inclined" schon öfter in englischsprachigen Medien (überwiegend aus den USA) auch als Personenbeshreibung begegnet. Und zwar für all diejenigen, die mit dem Goth Rock und Post Punk nichts anfangen können, aber sehr die ganze "düstere Atmosphäre" lieben, sei es E.A.Poes und S. Kings Bücher, der alte Friedhof um die Ecke oder eben alle möglichen Horrorfilme, die man finden kann. Und sich dunkel stylen können diese Personen auch gerne. Hören aber HIM, Nightwish, Slipknot, MM - was auch immer, nur halt keine "Goth" Musik.
Interessant. Ich persönlich halte davon aber unter uns gesagt eh nicht besonders viel Wo Gothic aufhört und wo moderner Horror beginnt erscheint mir viel zu fließend als dass es mir leicht fallen würde da eine genaue Grenze einzuzeichnen. Solange wir uns darauf einigen können, dass nicht alles was irgendwie Furcht und/oder Ekel erzeugt automatisch Gothic ist, bin ich schon ganz zufrieden. Da brauche ich gar keinen dritten Begriff.
"Sowas kann doch nur Leuten einfallen, die in Assoziationsspielchen neben Hund, Katze und Maus auf "Hmm.... Schwingschleifer!" kommen, oder?" - Barlow
Bei mir ist der Begriff Grufti nicht negativ besetzt. Ich habe das auch nie als abwertend oder beleidigend empfunden. Für mich ist das ein Oberbegriff für Leute, die sich eher der schwarzen Szene im Denken, Fühlen und Kleiden hingezogen fühlen.
Phönix75 hat geschrieben: ↑Mittwoch 24. Dezember 2025, 20:46
Bei mir ist der Begriff Grufti nicht negativ besetzt. Ich habe das auch nie als abwertend oder beleidigend empfunden. Für mich ist das ein Oberbegriff für Leute, die sich eher der schwarzen Szene im Denken, Fühlen und Kleiden hingezogen fühlen.
Eine sehr schöne und pragmatische Beschreibung, die ich zu 100% unterstütze.
"Saupreiß" (in Oberbayern) fand ich beleidigend und es war auch immer so gemeint.
"Piefke" (in Österreich) oder "Ossi" (in der ehemaligen BRD) könnte ich zwar auch als Beleidigung werten, tue ich aber nicht.
"Grufti" (im gesamten deutschsprachigen Raum) habe ich nie als Beleidigung empfunden.
Ich schließe mich da mal den beiden Herren an, die sich als letztes zu Wort gemeldet haben. "Grufti" habe ich nie als Beleidigung aufgenommen (von ein paar "Scheiß Grufties"-Rufen, die früher aus manchen Ecken kamen, wenn man draußen herum lief) - und ich habe mir nie großartig Gedanken darüber gedacht, wie das Wort ein zu ordnen ist.
Ich weiß, dass man "von außen" ganz gerne mal als Grufti betitelt wird; mit dem Wort verbindet man eine ganze Menge Klischees. Friedhöfe, bleiche Gesichter, schwarze Mäntel, Grabsteine, Särge, Fledermäuse, Vampir-Kram...alles ganz liebenswerte Dinge, die halt tatsächlich auch zu meinen allerliebsten Dingen gehören. Deswegen mag ich das Wort "Grufti". Und deswegen habe ich auch keinerlei Stress damit, wenn man mich so bezeichnet. Und hin und wieder, wenn mich jemand näher fragt, wieso ich zB "so" durch die Gegend renne/so schwarz angezogen bin (usw), erkläre ich mich mit dem Wort auch mal ganz gerne; durchaus mit einem Schmunzeln, aber man weiß sofort, wie das ein zu ordnen ist. Passiert eh selten, weil mich Neugierige schon lange nicht mehr anquatschen bzw. ich in den allermeisten Fällen keine Lust habe, da drauf großartig ein zu gehen, wenns denn mal passiert. *schulternzuck*
Wie das Wort entstanden ist.....mei....*schulternzuck* Höchstwahrscheinlich nicht all zu positiv, ganz grundlegend betrachtet. Aber wie Graphiel es schon beschrieben hat, ist es nicht unbedingt dabei geblieben. Ich habe auch aufgehört, mir über solche Dinge all zu viele Gedanken zu machen; finde es aber wirklich schön, dass man hier auch mal wieder ein paar andere Themen zu lesen bekommt....Weiter so.
@Uwi1976
Um Dich als echte Bayerin in Deinem Empfinden noch mal zu bestätigen:
"Saupreiß" ist auf jeden Fall absolut gar nicht nett gemeint. Auch ohne die Sau vorn dran, ist der Begriff für eine nicht aus Bayern kommende Person in erster Linie abwertend. Die Leute hier sind nicht sonderlich aufgeschlossen; auch "heute" noch nicht. Während ich "Ossi" da nun nicht so krass verodne (mein Freund bezeichnet sich zB ganz ironisch selbst mal so), aber das widerum kann wohl nur jemand beurteilen, den das selbst betrifft und da ticken bestimmt nicht alle gleich.
" Hab` keine Angst, bin nur ein Nachtgespenst
das keine Liebe kennt." (Untoten, "Grabsteinland")