Die Karteileiche hat geschrieben: ↑Donnerstag 21. August 2025, 14:56
Hallo in die Runde!
Ich habe einfach das Gefühl das Subkulturen an sich immer weiter sterben.
Ja, sie stirbt. Das ist auch unausweichlich, weil es eine Subkultur/Jugendkultur der 80er bis ca. 2000er war und die Leute dieser Jugendkultur nun langsam alt werden und vorallem ihre Ruhe haben wollen. Manche sind immer noch schwarz in ihrer Seele, andere haben zurück gefunden in ihr kleines spießiges Leben und wieder andere bewegen sich irgendwo dazwischen drin. Die Jugend von heute will sich nicht mehr festlegen. Das ist aber ganz generell so. Alles ist viel angepasster, als früher. Da wollte man rebellieren, auffallen, provozieren und man war teilweise gegen das System, gegen das Spießertum oder gegen optische Langeweile. Anders sein, war die Devise. Und es war gut so. So hat man sich doch von der grauen Masse, den Lemmingen abgehoben.
Das ist alles heute nicht mehr interessant. Man könnte auch meinen, dass die Menschen gut eingenordet wurden. Heute richtet man sich nach Mode, dümmlichen Trends, dem Zeitgeist und einer politisch korrekten Meinung. Bloß keinen Ausfallschritt wagen, weil man sofort ins Fadenkreuz von Hate speech, Mobbing und dergleichen geraten könnte. Den asozialen Medien sei Dank. Es gibt nur noch ganz wenige junge Menschen, die sich von sowas frei machen und einfach eine eigene Meinung und Einstellung entwickeln können. Nonkonform zu sein ist heute vielleicht sogar schwerer, als noch damals.
Aber alles jammern hilft nix. Wir holen die Zeit nicht zurück. Man kann nur selbst entscheiden, ob man sich den Flair und die Einstellung von damals bewahrt und danach lebt.
Nichts ist so, wie es scheint.