Mit der eigenen? Mit der der anderen?
(Ohne nun konkret danach zu fragen, welche ihr vielleicht selbst habt. EINE Form ist hier beinahe schon das Ideal
Erkennt ihr Neurodivergenz - oder eher: welche Formen traut ihr Euch zu, selbst zu erkennen? Muss man Euch darauf hinweisen?
Habt ihr eine Vorstellung davon, was sie wirklich mit sich bringen kann? Die Frage ist etwas unfair - es ist schon schwer genug, zu akzeptieren, dass etwas überhaupt fundamental anders ist. Wie genau, ist weit schwerer - und mit Hinblick auf die vielfältigen Formen … nahezu aussichtslos.
Ist Euch bewusst, dass mit diesen Abweichungen - von der Norm oder von Euch selbst - auch Einschränkungen einhergehen? Oder manchmal auch Fähigkeiten, die einem selbst nur abstrakt erscheinen können?
Erwartet ihr, dass sie das abschalten, damit ihr besser mit ihnen zurecht kommt?
Aber wie unterscheidet ihr „anders“ von „Arschloch“ - und wie reagiert ihr, wenn ihr erfahrt, dass ihr euch in der Kategorie vertan habt?
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Anhang:
Als Anhaltspunkte Formen von Neurodivergenz - unvollständig
1. ADHS / ADS (I; K; W)
2. Aphantasie (W)
3. Autismus-Spektrum (W; Sn; So)
4. Bipolare Störungen (E)
5. Dyskalkulie (K; W)
6. Dyslexie (K; W)
7. Dyspraxie (M; W)
8. Hochbegabung (K; W)
9. Hochsensibilität (Sn; E)
10. Intellektuelle Beeinträchtigung / Minderbegabung (K; W)
11. Posttraumatische Neurodiv. (E; W)
12. Schizotype Wahrnehmungs- und Denkweisen (W)
13. Synästhesie (W; Sn)
14. Tourette(I; M)
15. Zwangsstörungen (I; E; W)
Abkürzungen:
* K = kognitiv
* Sn = sensorisch
* M = motorisch
* E = emotional‑affektiv
* W = Wahrnehmung / Informationsverarbeitung
* I = Impulskontrolle / Regulation
* So = soziale Interaktion / soziale Kognition
