Black Alice hat geschrieben: ↑Sonntag 4. Januar 2026, 16:01
Keine Sorge, die Normalos machen sich noch öfter zum Affen. Ich kann mich noch an Vamos a La Playa von Righeira erinnern. Niemand sprach spanisch und jeder hielt es für ein Urlaubslied und alle tanzten fröhlich vor sich hin über ein Lied wo es darum geht, dass eine Atombombe vor dem Strand explodiert und der Strand radioaktiv verseucht wird usw... (Hintergrund des Liedes ist, dass bei einem Absturz in den 60ern vor der Küste eine amerikanische Atombombe verloren ging und nie wieder gefunden wurde, eine andere ist auf dem Land zerschellt und hat ein gutes Stück Land verseucht das bis heute nicht betreten werden darf).
Das fand ich damals ganz lustig, was andere nicht verstanden haben.
Oh je... Die verstanden die Sprache zumindest nicht. Heutige "Normalos", die fröhlich mit "Lost" von LP mitsingen, kennen Englisch. Haben evtl am Rande die Geschichte von dem Lied mitbekommen. Und singen trotzdem fröhlich mit... Da hast Du recht. Dieses Niveau kann man nur schwer übertrumpfen.
Black Alice hat geschrieben: ↑Sonntag 4. Januar 2026, 16:01 Man muss nicht alles so tierisch ernst nehmen. Mit etwas mehr Lockerheit lebt es sich viel besser.
Es gibt Leute, die eben nicht diese Lockerheit brauchen, sondern den Ernst, die Tiefe, die Intensität. In der Regel bleiben sie unbemerkt und halten sich zurück mit dem Gefühl, nicht dazu zu gehören. Aber es wäre irgendwie verständlich, dass als sie eine Szene entdeckt haben, wo sie Gleichgesinnte finden könnten, sie fast schon euphorisch wurden und sie "besetzt" haben...

Vielleicht lag so ähnliche Mechanik dahinter?
Ist natürlich doof für diejenigen, die weiterhin in der Szene einfach Spaß haben möchten...
Hinzugefügt nach 7 Minuten 4 Sekunden:
Phönix75 hat geschrieben: ↑Samstag 3. Januar 2026, 23:41
Sich besonders (künstlich) böse darzustellen, gerade was die Schminkerei, das Äußere angeht, ist in meinen Augen eher zum schmunzeln bis peinlich und würde das unter Kinderfasching einordnen.
Ansonsten sind viele Eigenschaften nicht auf die Szene beschränkt. Ich finde Natürlichkeit auch innerhalb der Szene recht fein. Das Schwarze kommt eh ausm Inneren.
Ich finde das sich Stylen ziemlich praktisch für die Kommunikation. Wenn der äußere Ausdruck dem Inneren entspricht, werden die gesellschaftlichen Erwartungen angepasst. Und das finde ich sehr praktisch und entlastend, befreiend. Es wird von vorneherein unbewusst erwartet, "Ok, diese Person sieht speziell aus, könnte auch speziell im Inneren, im Verhalten sein".
(Aber natürlich wenn es bestimmte Grenzen überschreitet, sieht es doch nach Karneval aus...)
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