Nun, es ist faszinierend, über Grabfunde etwas über vergangene Menschen herauszufinden. Nun, jetzt könnte man das zwiespältig sehen, warum man da Skelette, die nicht ohne Grund begraben wurden, wieder ausgräbt. Wenn die nicht irgendwie zufällig, wie hin und wieder bei Bauarbeiten, wieder ans Tageslicht kommen. Sicherlich, ohne diese Überreste wären diverse wissenschaftliche Disziplinen nicht weitergekommen. Von daher insofern wichtig.
Da wäre also die Wissenschaft. Was ich allerdings grauslig finde, mal abgesehen davon, dass ich dies Art von Überresten eh nicht mag, sind die Leute, die sich Mumien zum Vergnügen ins Wohnzimmer gestellt haben (gab es ja) oder diese als "Medizin" pulverisierten. Irgendwoher muss ja auch die Urban Legend mit der Oma als Kaffee (Asche kam als Paket und wurde verwechselt) - oder Opa oder - gekommen sein

.
Wobei ich Tiermumien ja noch erträglicher finde (z.B. eine Katzenmumie in einer Ausstellung zum Thema Hexenverfolgung).
Also, jetzt versuche ich das mal etwas zu bündeln, zunächst mich betreffend zum Thema menschliche Überreste:
- Seltsamerweise geht man meistens an Skeletten in Museen vorbei, ob diese vollständig oder unvollständig sind, und macht sich weniger Gedanken darüber, was das ursprünglich mal war. Oder in Dokumentationen macht mir das jetzt auch weniger aus, kommt da mal ein Skelett.
- Mumien, wie gesagt, die finde ich selbst gruselig. Da kanns mir heute noch die Laune verhageln, wenn dann plötzlich was kommt. Wie z.B. bei "Ask a Mortician". Hochinteressant. Aber tiefgefrorene Leute, wie z.B. am Mount Everest, die dann eingeblendet werden, plötzlich -

. Ok, Ötzi geht. Der ist andererseits wieder abstrakter. Aber auch Trockenmumien sind nicht meins. Weder ägyptische noch mittel- und südamerikanische.
- Rechtsmedizin und Tatortreinigung, hochinteressant. In der Theorie für mich

. In der Praxis würde ich am Anblick so manches Überrestes und am Geruch scheitern (unangenehme Gerüche sind allgemein etwas, bei dem ich Brechreiz bekomme). Ich denke mal, den Sezierkurs für Medizinstudenten würde ich noch hinbekommen, danach hörts aber auf. Wobei zu sagen ist, dass man da auch psychisch gut mit umgehen können muss. Habe jetzt eine Reportage gesehen, da hats einen Tatortreiniger psychisch so mitgenommen, dass der den Job vor Ort nicht mehr machen kann (war auf NDR Doku).
- Manchmal gucke ich den Kanal von Lamont At Large. Der Mann besucht Friedhöfe in den USA und zeigt da vor allem Grabsteine, auf denen Bilder der Verstorbenen sind. Manchmal erzählt er auch deren Geschichte bzw. wie es dazu kam, dass sie gestorben sind (v.a. dann, wenn man das von Verbrechensopfern, ob fremd oder im engeren Umkreis, weiß). Friedhöfe an sich berühren mich allerdings vor Ort nicht so sehr.
- Körperwelten. Alles halb so tragisch. Fand das eher langweilig am Ende.
Habe allerdings noch keine menschliche Leiche gesehen, da meine Eltern mich damals immer davon ferngehalten hatten, wenn jemand gestorben war.
Tierische Überreste:
- Von meinen Katzen möchte ich nichts in der Wohnung haben. Meine Schwester möchte ihre Tiere verbrennen lassen und die Asche davon in Urnen haben. Aber ich möchte die Tiere beerdigen. Das ist sowieso die Herausforderung für mich, wenn die mal gestorben sind...
- Knochenschmuck - kein Problem. Da läuft wohl bei mir was falsch, so als Vegetarierin

. Na ja, aber das ist jetzt so, da muss ich ausholen:
--> Der Knochenschmuck ist ja nun mal schon da und er ist Schmuck, der mir auch etwas bedeutet. Also kommt der nicht weg. Ob neuer dazu kommt, ist jetzt fraglich.
--> Leder. Die Ledersachen, die ich noch habe, werden weiterverwendet. Waren auch teuer und es nützt auch nichts, wenn man jetzt Dinge wegwirft, die trotz allem sehr lange halten. Aber neue Ledersachen kommen nicht mehr ins Haus.
--> Pelz (und dazu zähle ich "Kunst"pelz, der ist oft genug echt): siehe Leder.
- Weichspüler (echt jetzt!): nie wieder!!!
- eingedostes Tierfutter und Trockenfutter: muss sein. Alternative wären keine Katzen. Und auf die beiden möchte ich dann doch nicht verzichten.
- Finde jetzt zwar ehrlicherweise Gehäuse von Muscheln und Meeresschnecken schön, irgendwo sind noch ein paar aus Kindheitstagen. Aber in dem Sinne hinstellen muss ich das jetzt auch wieder nicht mehr. Ebenso Seesterne und das Seepferdchen.
- Echte Badeschwämme kann ich nicht verwenden, habe ein komisches Gefühl dabei.
Bezüglich Tieren habe ich mal was gesehen, das kann ich mir nie vorstellen. Ob man das noch auf Youtube findet, weiß ich nicht. Da war ein älteres Ehepaar, das ließ schon zwei Katzen ausstellen und hat die auf dem Sofa platziert. Daran könnte ich mich nicht gewöhnen. Auch wenn, siehe oben bei Menschen, einem in Museen so etwas dann wieder weniger etwas ausmachen kann.
Das sind jetzt Dinge, die mir zum Thema einfallen. Tier war jetzt etwas ausführlicher.