
Also. Es geht ja das Gerücht um, daß sich Angehörige der Schwarzen Szene angeblich etwas gewählter ausdrücken sollen. Ist mir als solches zwar nie groß aufgefallen, aber sei's drum. Ab und zu stolpert man zwar über ein paar Leute, die elaborierter und/oder antiquierter daherreden, aber, um ehrlich zu sein, wirken die auf mich eher putzig als kultiviert. Damit bin ich übrigens nicht allein, diese Wahrnehmung ist nicht ungewöhnlich. Hier eine etwas vorverdaute Version eines netten Papers dazu, das Original findet man auch. Übrigens: "Consequences of Erudite Vernacular Utilized Irrespective of Necessity: Problems with Using Long Words Needlessly" ist einer der grandiosesten Titel die ich je gesehen habe.

Wie haltet ihr's damit? Ich versuche ja durchaus, meine Sätze kurz und schlicht zu halten (klappt nicht immer) und Fremdwörter zu vermeiden. Ich will ja schließlich verstanden werden, und das geht am besten, wenn man "gewöhnlich" redet. Nicht im Sinne von "ordinär" natürlich, obwohl ich das selbstverständlich auch kann.

Am schlimmsten finde ich allerdings, wenn banale Ideen in große Worte verpackt werden. Damit kann man keinen Esprit vortäuschen, leider, das wirkt nur gestelzt. Viele Liedtexte kranken daran, imho.