Phönix75 hat geschrieben: ↑Sonntag 28. Dezember 2025, 13:05
Und an seinem Urteil zu zweifeln halte ich für vermessen.
Von Deiner Beschreibung her klang es eher nach Vorurteil als nach Erfahrungswerten...
Phönix75 hat geschrieben: ↑Sonntag 28. Dezember 2025, 13:05
Toxische Männlichkeit ist in meinen Augen schon was anderes und wird eh viel zu oft bemüht, wenn Frau mal wieder einen Rundumschlag austeilen möchte. Frauen sind schon lange keine zarten Geschöpfe mehr, denen man alles recht machen müsste. Gedanklich kann man das gern fortsetzen, aber ich wecke damit nur wieder schlafende Hunde.
Ich verstehe, was Du meinst und bin ähnlicher Meinung.
Aber mit solchen Aussagen macht man sich in der social media Welt und auch in der realen Welt keine Freunde. (bei den oberflächlichen Stinos schon gar nicht)
Allein die Meinungsäußerung, dass auch Frauen auf Äußerlichkeiten achten, es aber eher selten zugeben wollen, kann Dir ziemlich schnell einen "Incel-Stempel" inklusive
Hasswelle verpassen. Da lernt man schnell, im Zweifelsfall die Klappe zu halten und sich seinen Teil nur zu denken...
Phönix75 hat geschrieben: ↑Sonntag 28. Dezember 2025, 13:05
Ach... und um das mal in der Realität zu verdeutlichen... früher konnte man mit Frauen per Augenkontakt und Blicken flirten. Heute hängen sie alle am Handy und sollten sie mitbekommen, dass sie von einem Mann angeschaut werden, ist es gleich sexuelle Belästigung.
Eine weitere Formulierung, die außerhalb dieses Forums auf wenig Zustimmung stoßen könnte.
"Man darf ja nichts mehr sagen..."
Außerdem denke ich, dass es auf den Blick ankommt. Eine Frau geifernd anstarren ist was anderes, als ihr zuzulächeln.
Ansonsten stimme ich Dir zu, im Allgemeinen nehmen wir unsere Mitmenschen immer weniger wahr, weil wir viel zu vertieft in unser Wischtelefon sind.
Phönix75 hat geschrieben: ↑Sonntag 28. Dezember 2025, 13:05
Me too hat ganz sicher dazu beigetragen, dass es eine übertriebene Sensibilität in dieser Richtung gibt.
Sehe ich auch so.
Allerdings wird jegliche Diskussion darüber (ausgenommen hier und an wenigen anderen Stellen) im Keim erstickt.
Aber es ist nunmal so und Mann wird sich irgendwie damit abfinden müssen.
Hinzugefügt nach 7 Minuten 2 Sekunden:
Luna Rabenherz hat geschrieben: ↑Sonntag 28. Dezember 2025, 17:28
Hier möchte ich Dir als Frau beipflichten.
(Vorab: KEINE Gewalt ist rechtfertigt, ein Nein muss IMMER akzeptiert werden!)
Ich finde, die Möglichkeit, die eigene Weiblichkeit durch die Kleidung etc auszudrücken und auch entsprechende Signale dem Gegenüber zu senden, sollte eine Frau doch haben. Es gibt Frauen, die sich attraktiv fühlen wollen und auch eine Bestätigung dafür erhalten wollen. Es gibt auch solche, die gewisse körperliche Bedürfnisse haben und sie ausleben möchten, auch losgelöst von Beziehungen und Gefühlen. Man kann davon halten was man möchte, aber solange alles einvernehmlich ist, warum nicht?
Daher finde ich, wenn eine Frau sich offensichtlich "zurechtmacht" und ausgeht, ein tiefes Dekolleté, einen Minirock etc trägt, darf darauf auch reagiert werden. Nochmal: es darf NATÜRLICH zu keinem Übergriff kommen! Ein Nein ist ein Nein. Aber ein Blick "etwas tiefer als in die Augen" oder gar ein Spruch darf schon sein, mMn. (Dass sich der Mann dabei selbst in Gefahr begibt, abgewiesen zu werden, ist seine eigene Entscheidung).
Ich bin dafür, dass bestimmte Codes in der Gesellschaft erhalten bleiben. Ob man sie benutzt, bleibt jedem*r selbst überlassen.
Das ist wohl das Dilemma unserer Zeit:
Die einen trauen sich schon lange nicht mehr, eine Frau anzusprechen und die anderen verstehen ihre Aufmachung regelrecht als Aufforderung
zur Vergewaltigung - und kommen später im Falle einer Anzeige vor Gericht sogar damit durch.
Es gibt viele (jüngere) Männer, die diese "Codes" nicht kennen, nie gelernt haben oder denen sie egal sind.
Hinzugefügt nach 10 Minuten 23 Sekunden:
Black Alice hat geschrieben: ↑Montag 29. Dezember 2025, 15:44
Wegen diesem gottverdammten Handy findet heute kaum noch offene Kommunikation statt. Alle starren aufs Handy. Mal kurz rüber lächeln, mal irgend was machen was andere interessiert und sich damit ein Gespräch entwickelt, alles Fehlanzeige. Geht man wo hin wo man keinen kennt lernt man keinen kennen weil wenn die Leute gerade nicht mit Bekannten reden, dann gucken sie aufs Handy. Schaut man provokant gelangweilt in die Gegend, ein Zeichen, dass einem langweilig ist und man unterhalten werden will, bekommt das keiner mit um es mal mit einem Gespräch zu probieren. Ich rauche zwar nicht, aber durch Beobachtung ist mir aufgefallen, dass wenn jemand heute ne Cig zückt, dann bekommt man keine Feuerzeuge mehr unter die Nase gehalten, aus denen sich dann ein Gespräch entwickelt. Auch das bekommt keiner mehr mit. Kommunikationsaufnahme nicht möglich. Jeder lebt für sich vor sich hin, ohne andere zu beachten, nur versunken in sein Handy. Und dann jammert jeder man würde heute keinen mehr kennen lernen.
Ich bin ebenfalls militanter Nichtraucher, hatte aber zeitweise immer für alle Fälle ein Feuerzeug dabei. Nicht, um nette Leute kennenzulernen sondern um mir
potentiell aggressive Leute vom Hals zu halten. Das mag komisch klingen, aber in Berlin-Marzahn oder Hellersdorf war das sehr nützlich wenn man als Schwarzkittel
von irgendwelchen besoffenen Hobbyglatzen gefragt wurde, ob man Feuer hat.
Das ist aber auch locker 20 Jahre her
Das mit den Wischtelefonen stimmt schon, aber nicht uneingeschränkt.
Auf ner Party oder nem Festival einfach auf Fremde zu gehen und mit ihnen anstoßen, hat bisher immer als Kommunikationsinitialzündung funktioniert.
Also zumindest bei mir, ich bin halt Biertrinker und hab generell ne (angeborene) große Klappe.
Aber Frauen anquatschen ist halt irgendwie ein anderes Level und ich sags ehrlich: Je attraktiver die Frau ist, desto vorsichtiger und misstrauischer werde ich
Hinzugefügt nach 2 Minuten 8 Sekunden:
Phönix75 hat geschrieben: ↑Montag 29. Dezember 2025, 23:20
Mir sind Menschen, die physisch und psychisch vor mir stehen deutlich lieber. Gestik, Mimik, Sprache/Tonlage... ich glaube, du weißt, dass Online-Interaktion arg beschnitten ist. Ich habe auch absolut keine Lust, mit Leuten, die ich kennenlerne, ewig zu schreiben. Reales kennenlernen ist durch nichts zu ersetzen.
Das ließe sich einrichten, als Exil-Berliner bin ich ja relativ oft in der Heimatstadt
