Phönix75 hat geschrieben: ↑Sonntag 28. Dezember 2025, 13:05
Ach... und um das mal in der Realität zu verdeutlichen... früher konnte man mit Frauen per Augenkontakt und Blicken flirten. Heute hängen sie alle am Handy und sollten sie mitbekommen, dass sie von einem Mann angeschaut werden, ist es gleich sexuelle Belästigung. Etwas übertrieben ausgedrückt aber die Richtung ist klar. Me too hat ganz sicher dazu beigetragen, dass es eine übertriebene Sensibilität in dieser Richtung gibt. Ganz klar finde ich es nicht in Ordnung, wenn Mann Situationen ausnutzt. Aber das verkehrt mittlerweile in eine völlig falsche Richtung. Frau reizt, Mann steigt darauf ein und ist danach der Böse. Ich finde vieles, was sich jetzt in der neumodernen Zeit entwickelt für absolut kontraproduktiv und spaltet nicht nur eine Gesellschaft, sondern auch die Geschlechter.
Hier möchte ich Dir als Frau beipflichten.
(Vorab: KEINE Gewalt ist rechtfertigt, ein Nein muss IMMER akzeptiert werden!)
Ich finde, die Möglichkeit, die eigene Weiblichkeit durch die Kleidung etc auszudrücken und auch entsprechende Signale dem Gegenüber zu senden, sollte eine Frau doch haben. Es gibt Frauen, die sich attraktiv fühlen wollen und auch eine Bestätigung dafür erhalten wollen. Es gibt auch solche, die gewisse körperliche Bedürfnisse haben und sie ausleben möchten, auch losgelöst von Beziehungen und Gefühlen. Man kann davon halten was man möchte, aber solange alles einvernehmlich ist, warum nicht?
Daher finde ich, wenn eine Frau sich offensichtlich "zurechtmacht" und ausgeht, ein tiefes Dekolleté, einen Minirock etc trägt, darf darauf auch reagiert werden. Nochmal: es darf NATÜRLICH zu keinem Übergriff kommen! Ein Nein ist ein Nein. Aber ein Blick "etwas tiefer als in die Augen" oder gar ein Spruch darf schon sein, mMn. (Dass sich der Mann dabei selbst in Gefahr begibt, abgewiesen zu werden, ist seine eigene Entscheidung).
Ich bin dafür, dass bestimmte Codes in der Gesellschaft erhalten bleiben. Ob man sie benutzt, bleibt jedem*r selbst überlassen.
Ich bin generell für Ehrlichkeit in der Kommunikation und auch Verantwortung, die man für das eigene Handeln übernimmt.
Das ist etwas ähnlich wie mit ausgefallener Kleidung und einem alternativen Stil. Wenn ich z. B. ungewöhnliches Makeup auftrage und ungewöhnliche Kleidung anziehe, muss ich damit rechnen, dass man mich anschaut und evtl sogar anspricht. Das ist meine Entscheidung und hat, wie wohl alles auf der Welt, seine "Kosten" (aber auch "Nutzen").
(Natürlich, wenn man UNFREIWILLIG "anders" aussieht, ist das ganz anders. Eine Krankheit, Behinderung, ungewöhnliche Körpergröße, eine selten in der Gegend vertretene Hautfarbe etc sind KEIN Grund, die Person anzustarren. Weil eben keine freiwillige Entscheidung. )
Hinzugefügt nach 27 Minuten 58 Sekunden:
Phönix75 hat geschrieben: ↑Mittwoch 24. Dezember 2025, 20:13
Durante hat geschrieben: ↑Sonntag 21. Dezember 2025, 02:04
Ich betrachte das aktuell nur noch von Außen und rein akademisch (da ich die letzten Jahre ausschließlich an Menschen mit ernsthaften Problemen bez. Emotionalität und stabilen zwischenmenschlichen Beziehungen (Borderline, massive PTBS, Autismus, dieses Level mein ich z.B.) geraten bin, da erscheint mir sowas wie "Routinen und Macken" logischerweise vergleichsweise harmlos...).
Huch... Willkommen im Club. Und genau so würde ich das auch sehen. Alles andere erscheint dann wirklich banal, wenn man immer wieder diese Erfahrungen mit psychisch grenzwertigen Personen macht. Irgendwann befürchtet man, dass da mal was hängen bleibt und zweifelt daran, jemals einen halbwegs psychisch gesunden Menschen zu finden. Und man stellt sich die Frage, wo dieser Scheiß-Magnet ist, der immer wieder solche Leute anzieht. Wenn ich den finde...
Das übrigens finde ich interessant. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass "Gleiches zu Gleichem angezogen wird", so zu sagen. Dass Menschen, die eben nicht neuro- bzw psychologisch "typisch" sind, gerne zueinander finden, Freundschaften "untereinander" knüpfen und auch Beziehungen eingehen. Weil man eben mehr Verständnis für den Anderen hat und auch selbst verstanden wird, auch wenn die genauen Besonderheiten oder Probleme unterschiedlich sind.
Im Freundeskreis funktioniert das meistens sehr gut, würde ich sagen.
In einer Beziehung können diese "Besonderheiten" alles doch kaputt machen und tun das auch häufig, leider.
Aber sie sind irgendwie eine der "Zutaten" der Anziehungskraft... finde ich zumindest. Also ich muss sagen, eine "ganz normale" Person wäre für mich persönlich... irgendwie zu langweilig. (Nicht böse gemeint).
Also sogar für eine engere Freundschaft. Da sind etwas andere Dynamiken im Spiel, so zu sagen.
(Geschweige denn, ob diese Person etwas mit mir auf Dauer zu tun haben möchte)
Oder vielleicht möchte ich nicht die einzige sein, die manchmal etwas Verständnis braucht...
Daher wundert es mich etwas, wenn "neurologisch typische" (im weiten Sinne) Menschen wiederholt solche Erfahrungen machen.
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