Vielleicht seh` ich das Thema auch ein bisschen anders, weil ich selbst nun durchaus direkt, aber nicht sonderlich "offen" und "aufgeschlossen" bin. Deswegen würd`s MICH schlicht und einfach verschrecken, wenn mir jemand in der Hinsicht zu nahe tritt und mich quasi "kritisieren" würde. *lacht*
Die meisten Leute sind "innen drin" weit komplizierter, als man denkt. Auch die, von denen man es eigentlich nicht vermutet oder die etwas vollkommen anderes kommunizieren.

Was das andere Thema betrifft....ist nicht einfach. Und kommt natürlich auch ziemlich oft vor. Manchmal bin ich ganz überrascht, wenn ich mitbekomme, dass sich ein Paar nun getrennt hat, bei dem nach außen hin viele Jahre alles richtig "gut lief", zumindest nach außen hin halt. Da kommt halt auch wieder meine Aussage von weiter oben zum Tragen.
Das mit den "trotz vorhandenen" Gefühlen finde ich immer etwas seltsam, weils wahrscheinlich irgendwo irreführend ist. Auch für einen selbst. Man hat für alle Menschen, die einen umgeben, irgendwo Gefühle. Sobald mir jemand nicht egal ist, habe ich Gefühle für die Person. Deswegen wird`s wohl auch vollkommen "normal" sein, dass nach meinetwegen 10 Jahren Beziehung, wie @Archy sagt, natürlich noch "Gefühle da sind" - sind wahrscheinlich aber halt nicht DIE, die man generell brauchen würde, um die Beziehung weiter am Leben zu halten.
Ich seh`s gar nicht so sehr als eine "erwachsene Entscheidung" wie Archy (also wie eine "vernünftige") sondern in so einem Fall als eine recht harte und schmerzhafte, die sicherlich nach so vielen Jahren Angst und Zweifel schüren wird. Man kennt ja das Dilemma um Freiheit und Sicherheit
