Re: Eure letzten Lesungen/Theaterbesuche etc.
Verfasst: Sonntag 1. August 2021, 16:08
Theater im Park. Das ist klasse. Mit ein wenig Fantasie und Engagement kann man Kultur fast jedem zugänglich machen.
Das Theaterstück behandelt offenbar nicht nur ein lokales Thema, sondern spricht den Zeitgeist der urbanen Realität an. In Berlin hat man ein thematisches Theater-Festival "Berlin bleibt!“ veranstaltet. "Die Lage" oder "Copy & Waste" behandeln dasselbe oder ähnliche Themen.
Vor kurzem lief ein Interview mit dem Psychiater und Philosophen Karl Jaspers aus den 60er Jahren. Jaspers sprach über das Wesen des Radikalismus, den Einfluss des Protestantismus auf die Entstehung und Entwicklung des Kapitalismus und lobte Marx und sein kommunistisches Manifest.
In Wien hat man ja nicht den kardinalen Fehler gemacht, große Teile der städtischen Quartiere zu versilbern. Dementsprechend ist der Wohnungsmarkt dort noch entspannter, und man muss noch keine Wucherpreise für eine kleine Wohnung bezahlen. Der Versuch, durch scheinheilige Großzügigkeit der Stadt etwas Gutes zu tun, ist in dem Stück ja nicht nur heuchlerisch, sondern zeigt auch den Versuch, das bestehende soziale Gefüge der Stadt durch die Hintertür zu untergraben und durch eine rechte Gesinnung zu ersetzen. Vielleicht hätte man im Erfolgsfall Marx durch Strache ersetzt. Der hatte sich ja auch als großer österreichischer Staatsmann und Wohltäter inszenieren wollen. Und jetzt ist er unfreiwillig Geschichte. fpö oder afd - sie stehen sich gegenseitig in Sachen Scheinheiligkeit in nichts nach. Na ja.
Aktuell ist das Thema durch die wuchernde Gentrifizierung in vielen Städten. Dabei können ökologisch-soziale Gentrifizierungskonzepte durchaus sinnvoll umgesetzt werden. Der Neoliberalismus ist in seiner Ausprägung seit den frühen 80ern ein Kopf der Hydra Kapitalismus. Die Gentrifizierung - so wie sie häufig umgesetzt wird - ist wiederum zu einem Geschwür an diesem Kopf gewachsen, das man nach Möglichkeit so schnell wie möglich ausdrücken sollte. Das kann nur durch Mobilisierung funktionieren. Allein hat man keine Chance, denn dieses System ist durch Gesetzte und enormen Einfluss des Großkapitals zementiert worden. Intelligente, ökologisch-soziale Wohn- und Quartierkonzepte müssen entwickelt werden, die den Herausforderungen unserer Zeit Rechnung tragen.
Sollte dies nicht gelingen, würde man die Tür für sozialen Unfrieden, Radikalismus und Gewalt weit aufstoßen.
Das Theaterstück behandelt offenbar nicht nur ein lokales Thema, sondern spricht den Zeitgeist der urbanen Realität an. In Berlin hat man ein thematisches Theater-Festival "Berlin bleibt!“ veranstaltet. "Die Lage" oder "Copy & Waste" behandeln dasselbe oder ähnliche Themen.
Vor kurzem lief ein Interview mit dem Psychiater und Philosophen Karl Jaspers aus den 60er Jahren. Jaspers sprach über das Wesen des Radikalismus, den Einfluss des Protestantismus auf die Entstehung und Entwicklung des Kapitalismus und lobte Marx und sein kommunistisches Manifest.
In Wien hat man ja nicht den kardinalen Fehler gemacht, große Teile der städtischen Quartiere zu versilbern. Dementsprechend ist der Wohnungsmarkt dort noch entspannter, und man muss noch keine Wucherpreise für eine kleine Wohnung bezahlen. Der Versuch, durch scheinheilige Großzügigkeit der Stadt etwas Gutes zu tun, ist in dem Stück ja nicht nur heuchlerisch, sondern zeigt auch den Versuch, das bestehende soziale Gefüge der Stadt durch die Hintertür zu untergraben und durch eine rechte Gesinnung zu ersetzen. Vielleicht hätte man im Erfolgsfall Marx durch Strache ersetzt. Der hatte sich ja auch als großer österreichischer Staatsmann und Wohltäter inszenieren wollen. Und jetzt ist er unfreiwillig Geschichte. fpö oder afd - sie stehen sich gegenseitig in Sachen Scheinheiligkeit in nichts nach. Na ja.
Aktuell ist das Thema durch die wuchernde Gentrifizierung in vielen Städten. Dabei können ökologisch-soziale Gentrifizierungskonzepte durchaus sinnvoll umgesetzt werden. Der Neoliberalismus ist in seiner Ausprägung seit den frühen 80ern ein Kopf der Hydra Kapitalismus. Die Gentrifizierung - so wie sie häufig umgesetzt wird - ist wiederum zu einem Geschwür an diesem Kopf gewachsen, das man nach Möglichkeit so schnell wie möglich ausdrücken sollte. Das kann nur durch Mobilisierung funktionieren. Allein hat man keine Chance, denn dieses System ist durch Gesetzte und enormen Einfluss des Großkapitals zementiert worden. Intelligente, ökologisch-soziale Wohn- und Quartierkonzepte müssen entwickelt werden, die den Herausforderungen unserer Zeit Rechnung tragen.
Sollte dies nicht gelingen, würde man die Tür für sozialen Unfrieden, Radikalismus und Gewalt weit aufstoßen.