Die Diskrepanz zwischen Aussehen und Sein
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Re: Die Diskrepanz zwischen Aussehen und Sein
@abdurrazzaq: Ach Details... Es geht hier um die Machbarkeit des Prinzips.
Man soll Leuten nicht Boshaftigkeit unterstellen,
wenn man ihr Verhalten genau so gut durch Dummheit erklären kann.
(Hanlon's Razor)

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Re: Die Diskrepanz zwischen Aussehen und Sein
Ach wo ist da schon der Unterschied, ob sich jemand in ein eng geschnürtes Korsett quetscht oder von Reifrockstreben eingeengt ist. Ganz andere lassen sich knebeln und fesseln, vielleicht wäre das mit den Reifrockstreben ja eine neue Art des Bondage
Wiederum mag Evanahhan nicht ganz falsch liegen, dass die jenigen, die Reifröcke lieben, nur auf derartigen Veranstaltungen die Möglichkeit haben so etwas zu tragen. Bleibt halt nur die Frage, warum ausgerechnet WGT oder Amphi oder Mera Luna und was es da alles gibt. Ich weiß nicht wieviel Authenzität, auch die Szene betreffend, noch da ist, wenn man anfängt sich zu "verkleiden". Und in meinen Augen hat man doch meist immer irgendwie die Mögleichkeit Details von seinem Lieblingsstyle in den Alltag mit zu übernehmen. Sei es nun Steampunk oder dies Gerüsche. Scheinen aber nicht viele zu machen.

Genau. Man könnte es ganz gehäßig als Schwarzen Karneval bezeichnen.Herbstlaubrascheln hat geschrieben: ↑Sonntag 12. Dezember 2021, 15:40 Um das mal klar zu stellen: Ich hab` mit Rüschenkram kein Problem *lacht* - es ist nur nicht so ganz wirklich meins, heute überhaupt nicht mehr und auch früher war ich eher anders unterwegs. Ich denke, hier gings dann schon mehr darum, dass viele Leute den Kram eben nur zum Flanieren aufm WGT aus dem Schrank holen und ansonsten im Alltag eher "angepasst" herum laufen. Zumindest habe ich so den Eindruck, dass Archy da drauf hinaus wollte..?
Wiederum mag Evanahhan nicht ganz falsch liegen, dass die jenigen, die Reifröcke lieben, nur auf derartigen Veranstaltungen die Möglichkeit haben so etwas zu tragen. Bleibt halt nur die Frage, warum ausgerechnet WGT oder Amphi oder Mera Luna und was es da alles gibt. Ich weiß nicht wieviel Authenzität, auch die Szene betreffend, noch da ist, wenn man anfängt sich zu "verkleiden". Und in meinen Augen hat man doch meist immer irgendwie die Mögleichkeit Details von seinem Lieblingsstyle in den Alltag mit zu übernehmen. Sei es nun Steampunk oder dies Gerüsche. Scheinen aber nicht viele zu machen.
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Re: Die Diskrepanz zwischen Aussehen und Sein
Hmm... daran hatte ich, naiv wie ich nun einmal bin, noch gar nicht gedacht. Aber das verkompliziert die ganze Sache mit dem Knopfdruck natürlich. Der Faltmechanismus müßte dann per Fernbedienung oder per Reißleine ausgelöst werden.Archy hat geschrieben: ↑Dienstag 14. Dezember 2021, 06:51 Ach wo ist da schon der Unterschied, ob sich jemand in ein eng geschnürtes Korsett quetscht oder von Reifrockstreben eingeengt ist. Ganz andere lassen sich knebeln und fesseln, vielleicht wäre das mit den Reifrockstreben ja eine neue Art des Bondage
Vielleicht sollte ich mich doch mal hinsetzen und skizzieren, wie so etwas funktionieren könnte -- und dann ein Patent darauf anmelden. Ich hätte schon zwei Mal im Leben Multimillionär werden können, wenn ich meine Schnapsidee damals jeweils hätte patentieren lassen. Ein drittes Mal soll mir das nicht passieren!

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Re: Die Diskrepanz zwischen Aussehen und Sein
Was ich auch sehr interessant fand: Vor ein paar Tagen habe ich mir ein paar Dokus über Punk angesehen - eine war vom Jahr 1981, eine dann von Mitte den 90ern. Und zu jeder Zeit sagten die Punks damals, dass sie ohnehin nur noch von Mitläufern umgeben wären, dass viele Punks denken würden, bunte Haare und Dosenbier würde sie zum Punk machen, aber ansonsten hätten die auch keine Ahnung vom eigentlichen Punk-Sein. Wohl gemerkt, auch schon 1981 

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Re: Die Diskrepanz zwischen Aussehen und Sein
Ich trage meistens schwarz, weil ich mich darin am wohlsten fühle und es am ehesten meines inneres Abbildet. Wenn ich mal bunt tragen muss, weil es aus gesellschaftlichen Gründen verlangt wird dann fühle ich mich schon unwohl. In schwarz fühl ich mich halt mehr wie ich und bin auch viel selbstbewusster als in bunt. Ich assoziere schwarz vor allendingen mit der Freiheit mein Leben so zu leben wie es sich für mich richtig anfühlt, ohne gesellschaftliche Zwänge. Meine Kleidung ist eher paktisch orientiert heißt: schwarze Hose (gerne auch mit D-Ringen weil es mir einfach gefällt), schwarzes T-Shirt mit verschiedenen aufdrucken oder Band Shirts und nen Hoodie oder zip-Hoodie drüber. Als Schuhe je nach Wetter schwarze Stiefel oder sneeker und Mantel dazu. Ich habe zwar Kleidung die nicht alltagstauglich ist, weil zu auffällig und/oder nicht angemessen, aber die trage ich selten und meistens dann wenn ich mich mit Freunden treffe. Ich würde für nen Festival jetzt kein extra " Kostüm" nähen/basteln/ kaufen, aber kann verstehen das es schwarze gibt die Festivals gerne dafür nutzen das zu tragen was sie gerne tragen würden und sonst keine Gelegenheit zu haben.
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[Immanuel Kant]
"We must all face the choice between what is right and what is easy.
~Albus Dumbledore"
— J.K. Rowling (Harry Potter and the Goblet of Fire (Harry Potter, #4))
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Re: Die Diskrepanz zwischen Aussehen und Sein
Was du in dem Moment doch aber nicht tust, wenn du so handelst...
Schwarz ist eine für mich zeitlose Farbe, die sich den Umständen anpassen kann. Von geheimnisvoll, über sexy hinzu festlich, bietet schwarze Kleidung doch so viel.
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Re: Die Diskrepanz zwischen Aussehen und Sein
Zudem läßt sich schwarz gut mit kleinen Akzenten jeder anderen Farbe kombinieren.
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Re: Die Diskrepanz zwischen Aussehen und Sein
Durchaus.
Und wenn es Richtung Business gehen soll, macht ein schwarzer Hosenanzug, wahlweise mit dezenten Nadelstreifen oder ein Blazer oder eine Weste auch was her.
Und wenn es Richtung Business gehen soll, macht ein schwarzer Hosenanzug, wahlweise mit dezenten Nadelstreifen oder ein Blazer oder eine Weste auch was her.
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Re: Die Diskrepanz zwischen Aussehen und Sein
Och, ich weiß nicht...ich empfinde das alles gar nicht mehr so hart wie noch vor 20 Jahren rum, zB. Heutzutage ist doch vieles salonfähig geworden. Auffälliges Äußeres eckt bei weitem nicht mehr so an wie das früher der Fall war; die schwarze Szene hat einen lustig verklärten bis gütig geduldeten aber doch belächelten Hippie-Friede-Freude-Eierkuchen-Ruf bekommen und wenn die Leute einen durch die Gegend latschen sehen, ist da kein Naserümpfen mehr. Von dem her macht es doch relativ wenig Probleme mittlerweile, in seinem Alltag schwarz zu tragen. Natürlich kann man den Spaß auch von der anderen Seite sehen, nämlich dass es den Menschen schlicht und einfach viel mehr egal geworden ist, was andere tun und lassen und wie sie aussehen und dass das einfach keine Sau mehr juckt; aber auch das hat in der Hinsicht doch seine Vorteile.
Früher wars noch schwierig, damit nen Job zu bekommen oder eine Ausbildungsstelle. Da kam es auch noch vor, dass man schon in den Schulen noch richtig aneckte oder einem aus fahrenden Autos irgendwas nach geschmissen wurde. Sowas ist heute, glücklicherweise, eine Seltenheit geworden. Heute wird ganz anders mit "anders sein" umgegangen als das noch in meiner Jugend zB. der Fall war.
Generell sehe ich diese "gesellschaftlichen Zwänge" gar nicht mehr so wirklich, um ehrlich zu sein.
Dazu muss ich sagen - einen Hosenanzug oder den erwähnten "Business"-Style würde ich, egal zu welchem Anlass, nie in meinem Leben anziehen; da müsste man mich wohl rein foltern *lacht* Dazu bringt mich kein Zwang der Welt.

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Re: Die Diskrepanz zwischen Aussehen und Sein
Blazer-Looks oder eine rafinierte Bluse hat schon was. Je nach Kombi muß das ganze auch gar nich mal so steif aussehen.
(Ich weiß, Bluse ist so gar nicht deins, Rascheln
.)
Ich finde Siouxsie Sioux ist da ein schönes Beispiel wie so etwas aussehen kann. Sie hat für Kleidung durchaus ein Händchen wie ich finde.
(Ich weiß, Bluse ist so gar nicht deins, Rascheln

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