So richtig aufgedonnert bin ich im Alltag auch damals schon nicht rumgelaufen. Schmuck ist eh voll lästig, wenn man im Labor steht, und bei Netzstrümpfen ist das mit der Arbeitssicherheit mehr als fraglich. Hatte auch nie ein Problem damit, es sei denn man zählt ein "Oh, neue Frisur?" als Problem. Und grade von Dozent*innen habe ich nie, also wirklich nie auch nur ansatzweise irgendetwas negatives zu meinem Outfit gehört. Wäre ja noch schöner, die haben da gefälligst keine Meinung dazu zu haben. Allerdings, wie gesagt, den "Freundliche Domina von nebenan"-Look habe ich mehr in der Freizeit getragen. Hat doch eh keiner den Nerv und die Zeit, sich morgens groß zurechtzumachen ...
Auf Konzerte bin ich sowieso immer lieber allein gegangen - macht es einfacher, neue Leute kennenzulernen, und man muss nicht immer die Fahrerei koordinieren. Große Festivals sind sowieso nicht mein Ding. Und andere Sachen hab ich einfach mit anderen Leuten zusammen getan. Seh jetzt nicht, dass das einen großen Unterschied macht. Grade wegen sowas leg ich ja recht großen Wert auf einen möglichst gemischten Freundeskreis - eben damit man nicht immer in seinem eigenen Saft schmurgelt ...
Naja, das ist ja auch bis zu einem gewissen Grad Sinn und Zweck der Sache, oder? Das gaaaaaaanz krasse Zeug hab ich in meiner Jugend ja auch teilweise gehört, um damit Leute zu erschrecken.

Aber man muss den Leuten nicht gleich Merzbow vor die Nase setzen, nech?
Die Musik in der Schwarzen Szene ja eh so breit gefächert, dass man mit den allermeisten "normalen" Leuten locker einen kleinsten gemeinsamen Nenner finden kann. Die alternativ angehauchten Leute finden Postpunk und Shoegaze eigentlich recht hörbar, mit der Metal-Fraktion kann man sich in der Regel auch einigen, mit denen die Punk oder Klassik oder Elektro-Geprügel oder Avantgarde-Sachen hören ebenfalls ...
Sogar die Schlagerhörer kann man mit Unheilig und Konsorten glücklich machen. Da zieh ich selber aber eine Grenze - diesen Stil tu ich mir echt nicht an, weder in schwarz noch in bunt.
Kommt also schlich und ergreifend immer darauf an, was konkret Du hörst und wie kompatibel das zum Musikgeschmack des Gegenübers ist.
Aaaargl.Blackshiro hat geschrieben: ↑Donnerstag 29. August 2019, 11:42 Das Fach für Justus und Sören, die sich den Lacoste Pulli neckisch über die Schulter legen und vor der Brust verknoten, damit man das Ralph Laurent Symbol auf dem Polohemd trotzdem noch gut sehen kann.
Ich geb mir ja sonst immer große Mühe, Leute nicht nach ihrem Aussehen zu bewerten, aber genau diesen Typ kann ich wirklich nicht besonders leiden.
Die verschärfte Variante wären noch Bootsschuhe und Bermudashorts in Pastellfarben ...
Aber ich reiß mich zusammen. Wäre ja urpeinlich, wenn jemand in meinem Alter sich drüber beschwert, dass die Jugend von heute sich komisch anzieht.
