Notre Dame und die Vergänglichkeit

Meldungen aus aller Welt, Meinungen zu allen irdischen Dingen wie Wirtschaft, Politik, Gesellschaft, Alltag und Tagesgeschehen
NoelWilliamMoelders
Bestätigtes Mitglied
Beiträge: 313

Re: Notre Dame und die Vergänglichkeit

Beitrag von NoelWilliamMoelders » Freitag 19. April 2019, 21:59

Ich würde Notre Dame als Vanitas motiv so lassen wie es jetzt ist.
Mit freundlichen Grüssen
Noel W. Moelders
An Analog Guy in a Digital World
oder die Rebellion der Träumer

Soiled
Bestätigtes Mitglied
Beiträge: 1258

Re: Notre Dame und die Vergänglichkeit

Beitrag von Soiled » Samstag 20. April 2019, 12:24

Elric hat geschrieben:
Freitag 19. April 2019, 21:42
empfehle aber dem Konsumenten kritische Rezeption...
Was auch nur wieder drauf rauslaufen wird, dass man harmlosen Pärchen, die sich ein romantisches Wochenende in Paris (oder Wien oder sonstwo) machen wollen, ihren Mangel an Bildung und Reflektion vorwerfen wird.
Le bon sens est la chose du monde la mieux partagée: car chacun pense en être si bien pourvu, que ceux même qui sont les plus difficiles à contenter en toute autre chose, n'ont point coutume d'en désirer plus qu'ils en ont. - René Descartes -

SchwarzeKatz
Bestätigtes Mitglied
Beiträge: 908
Wohnort: Hamburg
Gender:
Alter: 35

Re: Notre Dame und die Vergänglichkeit

Beitrag von SchwarzeKatz » Samstag 20. April 2019, 18:50

...unser Problem ist unsere durch toxische Tradition geschädigte Wahrnehmung von "schön" oder "eindrucksvoll"...
Dem würde ich zustimmen...
...we are the dancers,
we create the dreams."
*A. Einstein*

"Despite that jellyfish has survived for 650 million years,
without having brains...
gives hope to many people."
*unknown*

Elric
Bestätigtes Mitglied
Beiträge: 232
Gender:

Re: Notre Dame und die Vergänglichkeit

Beitrag von Elric » Samstag 20. April 2019, 19:11

Soiled hat geschrieben:
Samstag 20. April 2019, 12:24
Was auch nur wieder drauf rauslaufen wird, dass man harmlosen Pärchen, die sich ein romantisches Wochenende in Paris (oder Wien oder sonstwo) machen wollen, ihren Mangel an Bildung und Reflektion vorwerfen wird.
Es ist nicht die Zeit für harmlose Pärchen (hmmm, war es wohl nie)...

...andererseits könnte man wohl den Hormonen geschuldeter, temporärer Verblödung Dispens erteilen...^^

Phönix75
Bestätigtes Mitglied
Beiträge: 666
Wohnort: Berlin
Gender:

Re: Notre Dame und die Vergänglichkeit

Beitrag von Phönix75 » Samstag 20. April 2019, 20:16

Elric hat geschrieben:
Samstag 20. April 2019, 19:11
Soiled hat geschrieben:
Samstag 20. April 2019, 12:24
Was auch nur wieder drauf rauslaufen wird, dass man harmlosen Pärchen, die sich ein romantisches Wochenende in Paris (oder Wien oder sonstwo) machen wollen, ihren Mangel an Bildung und Reflektion vorwerfen wird.
Es ist nicht die Zeit für harmlose Pärchen (hmmm, war es wohl nie)...

...andererseits könnte man wohl den Hormonen geschuldeter, temporärer Verblödung Dispens erteilen...^^

Ahja... dann könnte man glatt denken, dass manch einer, der sowas behauptet, diesem noch nie erlegen gewesen ist. Hoch lebe ein hormonfreies Leben... lebenslanger Single, der ausschließlich nur kopfgesteuert ist? Toller Scherz!
Nichts ist, wie es scheint.

Elric
Bestätigtes Mitglied
Beiträge: 232
Gender:

Re: Notre Dame und die Vergänglichkeit

Beitrag von Elric » Sonntag 21. April 2019, 00:07

@ Phönix

Hmm, du hast da wohl das eine oder andere Verständnisproblem...

...seis drum...

Bloody Arthur
Beiträge: 792
Wohnort: Dresden
Gender:
Alter: 27

Re: Notre Dame und die Vergänglichkeit

Beitrag von Bloody Arthur » Freitag 26. April 2019, 17:54

Elric hat geschrieben:
Freitag 19. April 2019, 21:42
Mir ist am Tag nach den Brand der Gedanke durch den Kopf geschossen, daß man Kirchen durchaus auch als Symbole der Verbrechen der (insbesondere) Katholischen Kirche wahrnehmen kann; wenn man sich dann klar macht, was da mit Kunst überhöht wurde...
Ich denk das kann man nicht nur so sehen, sondern das ist auch so. ... Allerdings, wenn ich durch irgendwelche (z.B. brandenburgische) Dörfer streife, ist die Dorfkirche und das eine oder andere alte Bauernhaus meist das einzige (für mein Empfinden) schöne Bauwerk das ich überhaupt entdecken kann... Zwischen diesen ganzen grauenvoll renovierten, in Plastik-Isolation verpackten Einfamilienhäusern...
Ich bin da irgendwie hin und her gerissen, einerseits hasse ich das, für was Kirchen standen und stehen. Andererseits liebe ich die Optik und die Atmosphäre alter Kirchen... und die Handwerkskunst die dahinter steckt... Feldstein-Kirchen usw. usw. finde ich einfach wunderbar... Ein komischer Zwiespalt.

Soiled
Bestätigtes Mitglied
Beiträge: 1258

Re: Notre Dame und die Vergänglichkeit

Beitrag von Soiled » Freitag 26. April 2019, 19:49

@Bloody Arthur Du kennst mich, ich bin ein Hardcore-Atheist, Tendenz Anti-Theist. Das beinhaltet auch jegliche andere Form von Spiritualität. Aber Kunst (inklusive Musik und Architektur) löst in mir eindeutig Sachen aus, die in die metaphysische und transzendentale Richtung gehen. Ist nix ungewöhnliches, und die Erbauer von Kirchen und Kathedralen wussten seeeeeehhhhr genau, wie sie das ausnutzen können. :lol:
Das findet halt alles auf der emotionalen Ebene statt. Wie wenn man sich in einen Menschen verliebt, von dem man weiß, dass er/sie eigentlich schlecht für einen ist. ;)
Also mach Dir bloß keinen Kopp; der Zwiespalt, den Du empfindest, ist vollkommen normal und extrem menschlich.
Le bon sens est la chose du monde la mieux partagée: car chacun pense en être si bien pourvu, que ceux même qui sont les plus difficiles à contenter en toute autre chose, n'ont point coutume d'en désirer plus qu'ils en ont. - René Descartes -

Seelenstein
Bestätigtes Mitglied
Beiträge: 135
Wohnort: GV
Beziehungsstatus: Verheiratet
Gender:
Alter: 41

Re: Notre Dame und die Vergänglichkeit

Beitrag von Seelenstein » Sonntag 28. April 2019, 10:32

Das schöne an alten Gebäuden, eigentlich bei allem, ist die Vergänglichkeit sehen zu können, das regt mich persönlich immer zum Nachdenken an, von daher kann ich verstehen warum man alte Gebäude bewahren möchte und viele unter Denkmalschutz stellt.
Andererseits habe ich Notre Dame nur auf Fotos und Bildern gesehen, der persönliche Bezug fehlt mir also und der Brand hat mir kaum ein Schulterzucken abgerungen.
Die Eile mit welcher eine riesige Summe zugesagt wurde fand ich ebenfalls sehr befremdlich, ein Denkmal hätte es meiner Meinung nach auch getan und es wäre sicher noch Geld für die wirklich wichtigen Probleme in Frankreich übrig geblieben. Armut gibt es nicht nur in der dritten Welt....

blacksister´s ghost
Bestätigtes Mitglied
Beiträge: 1260

Re: Notre Dame und die Vergänglichkeit

Beitrag von blacksister´s ghost » Sonntag 28. April 2019, 11:42

.
Zuletzt geändert von blacksister´s ghost am Freitag 9. August 2019, 19:46, insgesamt 1-mal geändert.

Antworten