Nach der Krise, was nun?

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SchwarzeKatz
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Re: Nach der Krise, was nun?

Beitrag von SchwarzeKatz »

. Ich will endlich wieder spontan Leute küssen dürfen ohne mich vorher und nachher testen zu lassen! :sob:
Das würde dann aber auch nur mit geimpften Personen möglich sein.^^
Die potenziellen Langzeitfolgen von Covid (inklusive Tod) sind eh viel häufiger und viel gefährlicher als die von der Impfung, da stellt sich für mich einfach die Frage gar nicht, ob ich auf die Impfung erstmal verzichte oder nicht - ich will die so schnell wie möglich.
Klar,davor habe ich auch Angst...aber wer weiß was für Langzeitfolgen die Impfung hat.
Fakt ist, das kann jetzt noch keiner wissen.
ich bin n Kontrollfreak,mir ist sowas unheimlich,muss ich gestehen.
Hakuna Matata
NoelWilliamMoelders
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Re: Nach der Krise, was nun?

Beitrag von NoelWilliamMoelders »

Naja spontan Leute küssen obwohl die nicht wollen, halte ich zumindest für grenzwertig.

In einem Interview mit einem Virologen hörte ich eine Aussage, die mich doch irritiert hat.
Er wurde nach dem Anhalten der Impfwirkung gefragt, er sagte, gesicherte Erkenntnis wäre
dass man in jedem Falle geschützt ist bis maximal 112 Tage. Vielleicht auch mehr ...
Rechnet euch aus, was das bedeutet. Noch ein Hinweis: ein Jahr hat in der Regel 365 Tage.
Mit freundlichen Grüssen
Noel W. Moelders
An Analog Guy in a Digital World
oder die Rebellion der Träumer
FunkelFee
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Re: Nach der Krise, was nun?

Beitrag von FunkelFee »

Auf diese Aussage würde ich nicht soviel Wert legen. Vielleicht ist die Erste Impung vor 112 Tagen verabreicht worden und daher weiß die Wissenschaft einfach nicht ob der Impfschutz länger hält. Oder man hat nach 112 Tagen keine Antikörper mehr nachgewiesen. Das bedeutet aber nicht, dass der Impfschutz nicht mehr vorhanden ist.
So würde ich die Aussage auch vetstehen. Bis jetzt weiß die Wissenschaft noch nicht wie lange die Impfung wirkt.
Soiled
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Re: Nach der Krise, was nun?

Beitrag von Soiled »

SchwarzeKatz hat geschrieben:
Dienstag 19. Januar 2021, 20:28
Das würde dann aber auch nur mit geimpften Personen möglich sein.^^
Eben genau deswegen will ich ja, dass sich möglichst viele Leute impfen lassen. Wie oben erwähntes Gspusi. ;)
Ein zweites ist wohl in Kalenderwoche 6/7/8 dran ... *seufz*

Und es ist ja nicht nur die soziale Interaktion, ich hab einfach auch das Gefühl, dass mir die Zeit durch die Finger rinnt. Ich will/muss in die Nationalbibliothek, die Wien-Bibliothek, das Landesarchiv, die Hauptbibliothek sowieso - geht grade alles nicht, bzw. nur für ganz dringende Fälle, Gerichtsurteile und so. Und ich verstehe das ja auch. Aber ich will was recherchieren, meine Hände sind durch diese verdammte Pandemie gebunden, und es kotzt mich an. Meine To-Do-Liste wird von Tag zu Tag länger, keine Ahnung, ob ich die überhaupt jemals abarbeiten kann.
ich bin n Kontrollfreak,mir ist sowas unheimlich,muss ich gestehen.
Joah, ich glaub auch, dass das viel mit Persönlichkeit zu tun hat. Ich bin generell kein besonders ängstlicher Mensch, und ich probiere eh gern neue Sachen aus, ohne nächtelang Konsequenzen zu durchdenken, die dann doch nicht eintreten. Macht einen doch nur psychisch fertig, Sorgen mach ich mir erst, wenn wirklich was passiert, nicht vorher. Ich könnte ja auch vom Blitz getroffen werden oder vor ein Auto laufen oder der Himmel könnte mir auf den Kopf fallen. Mach ich mir deswegen Gedanken? Nö. Deswegen: Haut mir endlich den Impf-Juice rein! :lol:

Obwohl, das kann ja eh noch dauern. Hier haben wir ja grade den Skandal, dass sich Bürgermeister*innen und generell Leute mit Macht, Einfluss und Geld die Impfungen erschleichen, obwohl sie noch gar nicht dran sind.
Könnte allerdings den positiven Effekt haben, dass dadurch mehr Leute motiviert werden, sich impfen zu lassen. Also, wenn sie sehen, dass andere sogar nicht so ganz koschere Methoden ranziehen, nur um geimpft zu werden wird die Impfung vielleicht begehrenswehrter, wer weiß ...
NoelWilliamMoelders hat geschrieben:
Dienstag 19. Januar 2021, 20:28
Naja spontan Leute küssen obwohl die nicht wollen, halte ich zumindest für grenzwertig.
Natürlich küsse ich nur Leute, die vorher ihre Zustimmung gegeben haben bzw. darum bitten. Das ist dann immer noch spontan. :roll:
Ernsthaft, muss man so eine Selbstverständlichkeit extra erwähnen?
FunkelFee hat geschrieben:
Mittwoch 20. Januar 2021, 06:29
Vielleicht ist die Erste Impung vor 112 Tagen verabreicht worden und daher weiß die Wissenschaft einfach nicht ob der Impfschutz länger hält.
Nicht "vielleicht" sondern "ziemlich sicher". Ist bei Haltbarkeitsdaten ja so ähnlich. Kann durchaus sein, dass ein Medikament 10 Jahre wirksam bleibt, aber keiner hat die Zeit, das wirklich so lange zu testen - also wird erstmal eine kürzere Zeit draufgeschrieben, um sicher zu gehen.
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blacksister´s ghost
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Re: Nach der Krise, was nun?

Beitrag von blacksister´s ghost »

Also das mit dem küssen muß ich jetzt nochmal aufgreifen.
Ich hab noch nie danach gefragt ob ich jemanden küssen darf. Und dass mich jemand um "Erlaubnis" gefragt hat, kaum auch nur einmal vor. :? :o
Sowas ergibt sich doch irgendwie ganz automatisch...also das mit dem küssen. Und sobald der Kopf weggedreht oder weggezogen wird, ist das doch Aussage genug, dass man keinen Bock drauf hat. Ich frag mich gerade ob´s nich auch dem Moment Etwas nimmt.

Jetzt zweifel ich grad irgendwie. Ich hab mir aber auch noch keine eingefangen, also wird´s wohl ok gewesen sein.
Hm...
Fanchen
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Re: Nach der Krise, was nun?

Beitrag von Fanchen »

Zu den "Langzeitfolgen" kann ich nur empfehlen, dieses Video mal anzugucken. Wenn eine Impfung negative Auswirkungen hat, erkennt man das nämlich ziemlich schnell -- nicht erst nach Jahren.
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Soiled
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Re: Nach der Krise, was nun?

Beitrag von Soiled »

Hübsches Video. Und auch brav Links zu den Papers drunter, so muss das. :)
"If you don't like the cure try the disease" hat aber leider, leider meiner Erfahrung nach wenig Überzeugungskraft. Durch Masken, Abstand, Isolation etc. haben Leute das Gefühl, selber aktiv werden zu können, auch wenn es weitaus weniger schützt als eine Impfung. Hat irgendwas mit Selbstwirksamkeit zu tun, iirc. Mittelmäßige Maßnahmen, über die man selber die Kontrolle hat, werden als wirksamer wahrgenommen als solche, wo man sich auf andere Menschen verlassen muss. Und auch wenn die "anderen" Menschen absolute Profis sind - wurscht, ihnen wird trotzdem weniger getraut.

Die negativen Nebenwirkungen von massiv reduzierten sozialen Kontakten und externem Input sind übrigens auch nicht zu verachten - bei mir selber merk ich z.B. ziemliche Konzentrationsschwierigkeiten. Ganz harmloser Scheiß wie Kopfrechnen fällt mir schwerer. Anspruchsvollere, längere Texte sind schwerer zu lesen. Klar, nehme ich alles in Kauf, aber ich würde tausendmal lieber ein bisschen Fieber als Reaktion auf eine Impfung in Kauf nehmen.

Aber wenn das hier mit den Lieferschwierigkeiten und der subobtimalen Impfstrategie so weitergeht werd ich wahrscheinlich eh erst im nächsten Jahr geimpft. :lol:

Und kommt nur mir das so vor oder hat dieses verdammte "Ich bin kein Impgegner, aber ..." ganz genau die gleichen Vibes wie "Ich habe ja nichts gegen Ausländer, aber ..."?
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Re: Nach der Krise, was nun?

Beitrag von Herbstlaubrascheln »

Soiled hat geschrieben:
Sonntag 24. Januar 2021, 14:28


Und kommt nur mir das so vor oder hat dieses verdammte "Ich bin kein Impgegner, aber ..." ganz genau die gleichen Vibes wie "Ich habe ja nichts gegen Ausländer, aber ..."?
Nein, hat es nicht.
Den Vergleich find`ich geschmacklos.
Ich bin defintiv auch kein Impfgegner - bedeutet das also, dass ich bei diesem aktuellen Thema nichts hinterfragen darf? Da sind keine Vibes. Schon gar keine, mit der man mich in irgendeiner Art und Weise mit dem zweiten Zitat in Verbindung bringen könnte.
"...bleibt der Brücke doch fern, denn wir tanzen so gern..." (Faun)
Phönix75
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Re: Nach der Krise, was nun?

Beitrag von Phönix75 »

Haha... das hat wieder was von, dass man Dinge niemals in Frage stellen oder gar Kritik dran äußern darf. Höre ich hier etwa antidemokratische und meinungsunterdrückende Tendenzen heraus?

Und genau deswegen mag ich Soiled nicht. Selbstreflektion unterliegt nun mal dem "vorher vom hohen Ross herabsteigen" und nicht generalverdachtsmässig mit Grütze um sich schmeißen. Ich kann so einen Mist einfach nicht mehr lesen. :angry:
Nichts ist so, wie es scheint.
SchwarzeKatz
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Re: Nach der Krise, was nun?

Beitrag von SchwarzeKatz »

Und kommt nur mir das so vor oder hat dieses verdammte "Ich bin kein Impgegner, aber ..." ganz genau die gleichen Vibes wie "Ich habe ja nichts gegen Ausländer, aber ..."?
Mir ist auch schleierhaft ,woher du auf diesen Vergleich kommst.
Bei der Impfung handelt es sich um einen direkten Eingriff in den eigenen Körper und da hat jeder das Recht,sich Gedanken drüber zu machen.^^
Auf eine Unterdrückung durch Anhänger der Wissenschaften,die in ihrer Borniertheit jeden als Blöd hinstellen,der nicht an diesem Experiment teilhaben will,bzw. eine abwartende und beobachtende Haltung einnimmt ,finde ich genauso zum Kotzen ,wie eine Unterdrückung durch religiöse Fanatiker.Dieser Impfstoff ist neu und wir sind ALLE keine Experten und wenn Menschen dem noch misstrauisch gegenüber stehen ,sollte man sie mMn nicht verspotten sondern Verständnis aufbringen. Oder ggf. mit Infoquellen versorgen.
Das passiert aber nicht ,wir sind von Besserwissern durch Google & Co umgeben.Es geht imao gar nicht darum ,andere mit den richtigen Infos zu versorgen.
Es geht nur noch darum:"Ich hab Recht und du bist doof."
Höre ich hier etwa antidemokratische und meinungsunterdrückende Tendenzen heraus?
Leider ,ja...
Hakuna Matata
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