Konnektivität allen Lebens ?

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Chirie
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Re: Konnektivität allen Lebens ?

Beitrag von Chirie » Donnerstag 19. Juli 2018, 20:50

1) Wie kann dir die Gesellschaft egal sein, wenn alles eins ist?

2) Wie kann eine allumfassende spirituelle Vernetzung alles Materielle ausschließen, wenn Menschen zu mindestens einem Drittel materiell sind?

Soiled
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Re: Konnektivität allen Lebens ?

Beitrag von Soiled » Donnerstag 19. Juli 2018, 20:57

Lylia hat geschrieben:
Donnerstag 19. Juli 2018, 20:06
Wir ist auch manchmal nur eine Abkürzung bei mir, wenn ich nicht immer einige Menschen oder so schreiben will, weil sich das dann auch doof liest, finde ich.
Dann habe ich jetzt aber gerade ein leichtes Verständnisproblem. Wenn Du "wir sind alle eins" schreibst, meinst Du damit

- einige Menschen
- alle Menschen
- alle Tiere (incl. Menschen)
- alle Lebensformen
- einige Menschen/Tiere/Lebensformen
- alle Menschen und einige Tiere/Lebensformen
- noch etwas ganz anderes?
Le bon sens est la chose du monde la mieux partagée: car chacun pense en être si bien pourvu, que ceux même qui sont les plus difficiles à contenter en toute autre chose, n'ont point coutume d'en désirer plus qu'ils en ont. - René Descartes -

Lylia
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Re: Konnektivität allen Lebens ?

Beitrag von Lylia » Donnerstag 19. Juli 2018, 21:04

Fledermäusin-Chirie hat geschrieben:
Donnerstag 19. Juli 2018, 20:50
1) Wie kann dir die Gesellschaft egal sein, wenn alles eins ist?

2) Wie kann eine allumfassende spirituelle Vernetzung alles Materielle ausschließen, wenn Menschen zu mindestens einem Drittel materiell sind?
Ja, so kann ich mehr damit anfangen, danke.

1. Die Gesellschaft ist mir egal, wenn es um Politik, Materielles und "weltliche Belanglosigkeiten" wie Getratsche, Small Talk und Habgier geht. Also ich habe z.b kein Verständnis, wenn jemand wegen Luxusproblemen rum-heult, weil er sich dies und das z.b nicht leisten kann wie Urlaubsflüge etc.

Hat aber jemand etwas "auf dem Herzen" wie Traurigkeit/Kummer also dann bin ich aber für ihn da und kümmere mich auch so gut ich kann, spende Trost und dgl.

2. Materielles ausschliessen, damit meinte ich Fremdgegenstände, nicht Teile vom Körper, denn der ist das Vehikel, welches die Seele bewegt. Also ich meinte damit materiellen Besitz wie Haus, Auto und so was das schränkt einen nur ein und bindet einen an einem bestimmten Ort. ;)
"Wer hinter meinem Rücken redet, der redet mit meinem Arsch".

Zitat: witchblood

Chirie
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Re: Konnektivität allen Lebens ?

Beitrag von Chirie » Donnerstag 19. Juli 2018, 21:14

1) Verstehe. Ich denke, wir haben unterschiedliche Definitionen vom Begriff "Gesellschaft".
2) Wir haben offenbar auch unterschiedliche Definitionen von Materie.

Danke für die Klärung.

Lylia
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Re: Konnektivität allen Lebens ?

Beitrag von Lylia » Donnerstag 26. Juli 2018, 06:24

Evanahhan hat geschrieben:
Donnerstag 19. Juli 2018, 20:45
@Lylia, deine Fragen würde ich ebenfalls alle mit der Biologie / Soziologie erklären. Trotzdem kommt deine Sichtweise der Konnektivität meiner Empfindung sehr nahe. Für mich sind all die Seelen wie die Tropfen, die zusammen einen Ozean ergeben. Schaden wir anderen, schaden wir immer auch uns selbst.
Hallo Evanahhan
Ich sehe es auch so, dass wir uns selber schaden, wenn wir anderen schaden, weil ich es mir ähnlich wie du vorstelle, dass viele "kleine" ein grosses Ganzes ergeben. Ich sehe vieles z.b auch aus anthropologischer Sichtweise und beziehe auch die Natur in meinen Gedanken mit hinein.
Wissenschaft und Esoterik/Religion wird immer so gegeneinander ausgespielt, für mich ist da jedoch kein Widerspruch. Wie nehmen nur einen winzigen Teil der Welt mit unseren Sinnen wahr und diesen Teil können wir erforschen. Dann gibt es aber darüber hinaus noch viel mehr, was sich unserer Wahrnehmung entzieht oder sich nur kurz zeigt, wenn es Auswirkungen im für uns wahrnehmbaren Teil der Welt hat.
Ich sehe auch keinen Widerspruch darin, man kann auch mehrere Sichtweisen miteinander kombinieren und so zu neuen Erkenntnissen gelangen, ähnlich einer Gleichung in der Mathematik. Dieses Entweder Oder ist mir eh zu eingeschränkt und ich verstehe nicht, warum man sich hier nur für eine Sichtweise entscheiden sollte, wenn es doch mehrere Möglichkeiten gibt, alles zu betrachten.
Dass es diese jenseitige Welt gibt, davon bin ich überzeugt. Bei den Details bin ich jedoch undogmatisch und eher wankelmütig im Glauben, weil mir klar ist, dass wahrscheinlich alles ganz anders ist, als ich es mir in meiner begrenzten Vorstellungskraft ausmalen kann. Daher interessieren mich auch immer wieder spirituelle Erfahrungen, die andere gemacht haben. In der Hoffnung, den roten Faden zu finden und mir ein besseres Erklärungsmodell zurechtzuzimmern... ;)

Ich bin auch davon überzeugt, dass es das Jenseits gibt und stelle mir dabei vor, dass es "unsichtbar" neben dem Diesseits existiert, ich fing z.b an mich mit der Spiritualität zu befassen, weil mir die vorgegebenen Erklärungen zu wage und alleinstehend zu wenig plausibel erschienen.Ich suche noch immer nach Antworten auf meine vielen fragen und möchte dabei alle Möglichkeiten die sich mir bieten in Betracht ziehen. :)
"Wer hinter meinem Rücken redet, der redet mit meinem Arsch".

Zitat: witchblood

Pirat von Rhyolith
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Re: Konnektivität allen Lebens ?

Beitrag von Pirat von Rhyolith » Freitag 27. Juli 2018, 01:05

Speziell bezüglich des Baby-Beispiels möchte ich hier noch den Begriff "Kindchenschema" ergänzen. Evolutionär wurde unser Gehirn darauf geeicht auf bestimmte optische Reize - großer Kopf, große Augen, kleiner Mund, kurze Nasenpartie - auf bestimmte Weise zu reagieren. Diese optischen Reize führen zur Ausschüttung von Botenstoffen, die Aggressionen dämpfen und eher ein Schutzverhalten auslösen (mal mehr, mal weniger gut, wissen wir alle, ist hier nicht der Punkt). Dies erwies sich als praktikabler Weg um genügend Fürsorge und Schutz für den Nachwuchs zu garantieren (bei engerem Kontakt dann auch über Bindungshormone wie Oxytocin).
Diese instinktive Verankerung ist sogar so plump in uns verankert, dass sie auch bei Katzen, Hundewelpen, Rehen und vielen anderem Gefleuch anspringt, das zufällig halbwegs in dieses Schema passt.

Entsprechend haben auch alle anderen hier recht bei allen anderen Punkten: Man kann das ohne esoterische Spinnerei erklären. Lylia, es ist wirklich schön, wenn Du Dich mit der Sichtweise besser fühlst, aber ich muss Dir leider sagen, dass ich persönlich als sehr wissenschaftlich veranlagter Mensch so ungefähr Null davon halte. Ich frag mich dann unwillkürlich wo dieses angebliche Band ist, als die Hutus die Tutsi abschlachteten und umgekehrt, die Nazis die Juden usw.
Ich pfeif auf Spiritualität und seh die Welt lieber so realistisch wie ich das mit meinem persönlichen Ballast kann. Damit fühl ich mich wohler.

Lylia
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Re: Konnektivität allen Lebens ?

Beitrag von Lylia » Freitag 27. Juli 2018, 09:57

Pirat von Rhyolith hat geschrieben:
Freitag 27. Juli 2018, 01:05

Ich pfeif auf Spiritualität und seh die Welt lieber so realistisch wie ich das mit meinem persönlichen Ballast kann. Damit fühl ich mich wohler.
Ich weiss Pirat, ich kenne dich lange genug und auch deine "Geschichte" zum Teil und weiss, was dir die Wissenschaft bedeutet, darum lasse ich unsere beiden Meinungen nebeneinander stehen, ohne hier gross zu wiedersprechen. Denn wie du sagst: Du fühlst dich mit deiner Sichtweise wohl, ich mich mit meiner und beides hat seine Berechtigung, ist alles gut. :)

Zu dem was oben geschrieben hast, mit diesen Hormonen die dafür sorgen, dass wir etwas beschützenswert finden, ja, das halte ich auch für möglich, denn ich glaube trotz spiritueller Sichtweise auch an den Mutterinstinkt, denn ich habe den auch bei meiner Patentochter z.b. (Die du auch schon lange kennst). ;)
"Wer hinter meinem Rücken redet, der redet mit meinem Arsch".

Zitat: witchblood

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